Putin soll ein geheimes Netzwerk in Deutschland installiert haben, um uns zu kontrollieren

Jonas Lotz
Kreml-Chef Wladimir Putin soll ein geheimes Netz in Deutschland unterhalten

Die Bundestagswahl in Deutschland steht bevor und der Wahlkampf ist bereits in vollem Gange. Am 24. September ist der offizielle Wahltermin, dann wird es erste wichtige Hinweise darauf geben, wie die neue Regierung zusammengesetzt sein könnte. 

Doch offenbar wollen bei dieser Frage nicht nur die deutschen Parteien mitreden. Wie schon bei der US-Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr befürchten Experten, dass Russland in den deutschen Wahlkampf eingreifen und somit versuchen könnte, das Ergebnis der Wahl zu beeinflussen. Obwohl Präsident Wladimir Putin im Juli versicherte, man werde sich nicht in die Bundestagswahl einmischen, berichtet die „Welt“ nun von einem geheimen Netzwerk, mit dem eben dies geschehen könnte.

„Offenes Russland“ möchte Offenheit und Integration der Menschen in Russland und der Welt fördern

Nachdem der russische Unternehmer und Oppositionelle Michail Chodorkowski 2013 aus seiner zehnjährigen Haft entlassen wurde, ging er ins Exil in die Schweiz und rief seine Stiftung „Offenes Russland,“ die er bereits 2001 gegründet hatte, wieder ins Leben. Chodorkowski saß von 2003 bis 2013 nach einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung und planmäßigen Betrugs im Gefängnis. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete seine Verurteilung als politisch motiviert.

Die Stiftung möchte Offenheit und Integration der Menschen in Russland und der Welt fördern und unterstützt dazu die Lehrerbildung und kulturelle Aktivitäten. Heute erstellt sie Berichte zum Zustand Russlands. Jetzt hat „Offenes Russland“ eine Studie in Auftrag gegeben, die klären soll, ob und wie Moskau versucht, sich in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Dies soll vom Historiker Dmitrij Chmelnizki, der in Berlin lebt, untersucht werden, der seine Ergebnisse zunächst als Buch in russischer Sprache veröffentlicht.

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