Putin und Draghi sprechen über Migranten an polnischer Grenze

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MOSKAU/ROM (dpa-AFX) - Russlands Präsident Wladimir Putin und der italienische Ministerpräsident Mario Draghi haben in einem Telefonat unter anderem über die Krise um Tausende Migranten an der polnisch-belarussischen Grenze gesprochen. Das teilten der Kreml in Moskau und die italienische Regierung am Montagabend übereinstimmend mit. Beide Seiten hätten die "Sachdienlichkeit" einer Zusammenarbeit zwischen Belarus und der Europäischen Union bei einer schnellen Lösung der Krise betont, hieß es aus Moskau.

Nachdem belarussische Beamte ein Migranten-Camp direkt an der polnischen Grenze mittlerweile geräumt haben, harren viele Menschen in einer nahe gelegenen Notunterkunft aus und hoffen weiter auf ein Leben in Europa. Der autoritäre belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko steht in der Kritik, die Menschen gezielt ins Land geholt und an die Grenze gedrängt zu haben, um die EU unter Druck zu setzen.

Putin und Draghi sprachen den Mitteilungen zufolge außerdem über die Lage auf dem Energiemarkt. Nach der Gaskrise in den vergangenen Wochen versicherte Russlands Staatschef einmal mehr eine langfristige und unterbrechungsfreie Versorgung Europas mit russischem Gas - "auch unter Nutzung der Möglichkeiten der Pipeline Nord Stream 2".

Zuletzt hatte die Bundesnetzagentur ein Zertifizierungsverfahren für die umstrittene Gasleitung zwischen Russland und Deutschland vorerst ausgesetzt. Hintergrund ist, dass die Betreiberfirma erst nach deutschem Recht organisiert werden muss.

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