Putin dankt Trump telefonisch für US-Hilfe bei Aufdeckung von Terrorkomplott

Trump (links) und Putin im November

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinem US-Kollegen Donald Trump für Unterstützung bei der Aufdeckung eines Terror-Komplotts in Russland gedankt. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA habe dem russischen Dienst FSB Informationen zur Verfügung gestellt, die zur "Enttarnung, Verfolgung und Festnahme der Kriminellen" geführt habe, teilte der Kreml am Sonntag mit. Das Weiße Haus erklärte, mit Hilfe der USA hätten in Russland viele Leben gerettet werden können.

Putin habe dem US-Präsidenten den Dank persönlich am Telefon übermittelt und zugesagt, dass auch die russischen Geheimdienste ihre US-Kollegen im Gegenzug mit derartigen Informationen über Anschlagspläne gegen US-Ziele beliefern würden. Die Angaben der CIA hätten den russischen Sicherheitsbehörden ermöglicht, eine "Terrorzelle" in Sankt Petersburg zu zerschlagen.

Am Freitag hatte der FSB die Festnahme von sieben mutmaßlichen Aktivisten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt gegeben. Diese hätten für den 16. Dezember ein Selbstmordanschlag auf einen belebten Platz in Sankt Petersburg geplant. Es seien Bestandteile zum Bombenbau, automatische Waffen, Munition und extremistische Literatur sichergestellt worden.

Das Weiße Haus begrüßte die Äußerungen aus dem Kreml. Die Zusammenarbeit in diesem Falle "zeigt exemplarisch, was wir Positives erreichen können, wenn unsere beiden Länder zusammenarbeiten", hieß es in einer Erklärung. Präsident Trump habe sich über Putins Anruf gefreut und danach seinerseits bei CIA-Chef Mike Pompeo angerufen, "um ihm und seinen talentierten Mitarbeitern zu der guten Arbeit zu gratulieren".

Trump hatte im Wahlkampf für eine Annäherung an Russland geworben - auch, weil er sich davon gute Ergebnisse im Kampf gegen den Terrorismus verspricht.

Erst am Dienstag hatte FSB-Chef Alexander Bortnikow von einer erhöhten Terrorgefahr gesprochen, weil im Jahr 2018 in Russland die Fußballweltmeisterschaft sowie Präsidentschaftswahlen abgehalten werden. Russland ist in den vergangenen Jahren wiederholt zum Ziel schwerer Anschläge geworden; im April wurden bei einem Attentat in der Sankt Petersburger U-Bahn 14 Menschen getötet.