„Pure Frechheit“: Saturn sorgt mit neuem Werbespot für heftige Kritik

John Stanley Hunter
Saturn Werbung


Auf sämtlichen Privatsendern wurde am Mittwochabend um 20:13 Uhr eine neue Saturn-Werbung gezeigt, die für Diskussionen sorgt. In dem von der Werbeagentur Jung von Matt produzierten Spot wird eine junge Frau gezeigt, die unter der Alzheimererkrankung ihres Vaters leidet. Schließlich bringt sie ihm eine Virtual-Reality-Brille mit, die den Mann in alte Zeiten zurückversetzen soll. Und der Plan geht auf: Er erinnert sich wieder an seine Tochter Anna, sagt sogar ihren Namen. 

„Ziele davon sind sicherlich, neue Zielgruppen zu gewinnen, Konsumenten Angst vor Technik zu nehmen und Technik als alltäglich und hilfreich wahrzunehmen“, sagte Marketing-Experte Martin Fassnacht zu Business Insider. Der Professor von der Wirtschaftshochschule WHU in Vallendar sieht einen klaren Wandel in der Werbestrategie von Saturn. „Bisher wurde vor allem alleine auf Technik gesetzt und dabei vor allem Technik-Freaks angesprochen, die stets die neusten Gadgets haben wollen und sich für Technik interessieren.“

„Ich finde diese Werbung völlig geschmacklos und unangebracht“

Im Internet stieß die Werbung auf teils heftige Kritik, vor allem bei Betroffenen von Demenzerkrankungen. „Die Werbung ist pure Frechheit! Für alle, die zusammen Demenzkranken leiden ist das ein Schlag ins Gesicht“, schrieb ein Nutzer auf Facebook „Was soll die Botschaft sein? Wenn jemand langsam vergisst wie das eigene Kind heißt soll er sich einfach eine VR Brille kaufen und dann ist alles wieder gut?“

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