Punktsieg für ITTF-Chef im Tischtennis-Machtkampf

SID
·Lesedauer: 1 Min.
Punktsieg für ITTF-Chef im Tischtennis-Machtkampf
Punktsieg für ITTF-Chef im Tischtennis-Machtkampf

Präsident Thomas Weikert hat im Machtkampf beim Tischtennis-Weltverband ITTF einen wichtigen Punktsieg errungen. Im Streit zwischen dem Limburger und der Exekutive um Weikerts Stellvertreter Khalil Al Mohannadi bestätigte das unabhängige ITTF-Schiedsgericht die Rechtmäßigkeit der vom höchsten Verbandsgremium annullierten Absetzung des Katarers durch Weikert.

"Das Schiedsgericht hat klargestellt, dass die Berufung und Abbestellung meines Stellvertreters unserer Satzung gemäß alleine in meine Zuständigkeit fällt. Ich habe also nur meine Rechte ausgeübt, während die Aufhebung der Absetzung durch die Exekutive eine unzulässige Einmischung darstellte", erläuterte Weikert im SID-Gespräch die juristische Rückendeckung für seine Entscheidung aus dem vergangenen November.

Al Mohannadi hatte vor seiner Wahl zum ITTF-Vizepräsidenten und anschließenden Berufung zum Weikert-Stellvertreter für ITTF-Amtsträger verbotene Geschäftstätigkeiten im Tischtennis verschwiegen. Nach der Enthüllung entsprechender Dokumente hatte Weikert den Katarer als Stellvertreter abgesetzt. Vor dem Hintergrund von Al Mohannadis Einfluss als Vorstand der neuen Turnierserie WTT jedoch wollte die ITTF-Exekutive die Entscheidung ihres deutschen Präsidenten im Vormonat aufheben und entzog Weikert gleichzeitig das Vertrauen.

Zwar wies das Schiedsgericht Weikerts Klage gegen die Mitglieder der Exekutive aus formalen Gründen zurück. Zugleich allerdings machten die Richter von ihrem Recht zu einer inhaltlichen Stellungnahme Gebrauch und stützten dabei Weikerts Position ausdrücklich.

Weikert kandidiert auf dem ITTF-Kongress im Herbst für eine weitere Amtszeit. Nach der Eskalation im Streit um Al Mohannadi hat Schwedens Verbandschefin und ITTF-Finanzpräsidentin Petra Sörling allerdings inzwischen ihre Gegenkandidatur angemeldet.