Puma zieht gegen deutschen Star-Designer vor Gericht

In dem Logo der Sportkollektion von Philipp Plein sieht Puma eine klare Markenrechtsverletzung. (Bild: ddp)

Zwei Alphatiere liefern sich einen Kampf: Puma wirft dem Designer Philipp Plein Markenrechtsverletzungen vor. Der 39-Jährige zeigt sich unbeeindruckt und kontert mit einer lustigen Aktion.

Puma hat vor dem Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen den Star-Designer Philipp Plein durchgesetzt. Der Sportartikelhersteller wirft dem 39-Jährigen Markenrechtsverletzungen vor, weil das Logo seiner aktuellen Sportkollektion einen Tiger zeigt, der dem springenden Puma nach Meinung des Unternehmens zu ähnlich ist.

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Mit dem Beschluss des Landgerichts Düsseldorf gehe ein gerichtliches Verbot einher, die verletzenden Produkte weiterhin zu vermarkten und zu vertreiben, erklärte ein Puma-Sprecher gegenüber „Bild“. Damit könnte die Sache nun eigentlich erledigt sein. Aber: Der Designer kündigt an, den Beschluss des Gerichts nicht zu akzeptieren und Widerspruch einzulegen. „Wir haben uns nichts vorzuwerfen, und ich kann beim besten Willen keinerlei Ähnlichkeit erkennen zwischen dem springenden Mieze-Kätzchen der Kollegen aus Herzogenaurach und unserem Plein-Sport-Tiger“, sagte er gegenüber der „Bild“.Wie die Zeitung weiterhin berichtet, drohten Plein bei einem Verstoß gegen die einstweilige Verfügung ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro oder bis zu zwei Jahre Haft.

Die zwei Logos im direkten Vergleich. Links ein Schuh von Philipp Plein, rechts der Klassiker von Puma (Bilder: Screenshots philipp-plein.com / eu.puma.com)

Auf der offiziellen Website der Sport-Kollektion von Philipp Plein macht sich der Designer aktuell über den Rechtsstreit lustig. „Don’t be a Puma, be a Tiger“ (Sei kein Puma, sei ein Tiger), steht in großen Lettern geschrieben. Und weiter heißt es: „Schicke uns deine Puma-Schuhe und erhalte 50 Prozent Rabatt auf unsere neue Sportkollektion.“

Mit diesem aktuellen Aufruf auf seiner offiziellen Website provoziert der Designer das Unternehmen Puma. (Bild: Screenshot / pleinsport.com)

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Designer mit einem Unternehmen anlegt. „Ich habe vergangenes Jahr (2016, Anm. d. Redaktion) einen Brief von Dolce & Gabbana bekommen, weil ich 14 Mitarbeiter von denen innerhalb von drei Wochen eingestellt habe. Die haben uns vorgeworfen, ihre Leute zu stehlen. Völliger Nonsens. Die haben sich ausnahmslos beworben“, so Plein gegenüber dem „Manager Magazin“.

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Die Reaktion des Designers damals war ähnlich unerschrocken wie heute im Rechtsstreit mit Puma. „Ich habe gerade einen Liebesbrief von Dolce & Gabbanas Anwalt erhalten, in dem ich und meine Mitarbeiter beschuldigt werden, deren Mitarbeiter zu klauen”, schrieb Plein unter das Foto des Schreibens auf Instagram. Und weiter: „Das ist ein freies Land und jeder kann selbst entscheiden, für wen er arbeiten möchte.”

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