Der Adidas-Konkurrent ist vergangenes Jahr kräftig gewachsen – und so soll es 2018 auch weitergehen. Wie CEO Björn Gulden das anstellen will.

Der Adidas-Konkurrent ist vergangenes Jahr kräftig gewachsen – und so soll es 2018 auch weitergehen. Wie CEO Björn Gulden das anstellen will.

Puma ist im Umbruch: Der französische Luxuskonzern Kering reduziert seine Anteile an dem bayrischen Sportartikelhersteller. Erstmals nach der Bekanntgabe des Teilausstiegs eines Großaktionärs hat Puma an diesem Montag Zahlen präsentiert – und die können sich sehen lassen. Die Bilanz in der Handelsblatt-Blitzanalyse:

Umsatz

Puma ist vergangenes Jahr um knapp 16 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro Umsatz gewachsen. Das entspricht der im Herbst angehobenen Prognose. Puma-Chef Björn Gulden hatte ein Plus zwischen 14 und 16 Prozent in Aussicht gestellt. Erstmals hat die Sportmarke damit die Marke von vier Milliarden Euro überschritten.

Gewinn

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ist auf 245 Millionen Euro geklettert, das sind rund 90 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hat der Sportkonzern das selbst gesteckte Ziel von 235 bis 245 Millionen erreicht.

Prognose

Für das laufende Jahr verspricht Gulden ein Umsatzwachstum von rund zehn Prozent. Der operative Gewinn soll auf bis zu 325 Millionen Euro steigen.

Das fällt auf

Jahrelang ist Puma dem Rest der Branche hinterhergehinkt. 2018 hat es CEO Gulden erstmals wieder geschafft, profitabel und stark zu wachsen. Puma ist gut in Form und der Vorstandschef ist fest überzeugt, dass es weiter aufwärts geht.


Wie es jetzt weitergeht

Von Mitte April an wird Puma erstmals seit Jahrzehnten auf eigenen Beinen stehen. Der französische Mehrheitseigentümer Kering verteilt seine Puma-Anteile unter den eigenen Aktionären als Dividende. Das verschafft Puma-Chef Björn Gulden neue Freiheiten.


Am 20. März will Gulden auf einem Investorentag in London erläutern, wie es künftig weitergeht bei der nach Adidas zweitgrößten Sportmarke Europas. Bislang hat der Norweger keine längerfristigen Ziele verkündet – und brauchte das angesichts des Mehrheitseigners auch nicht. Nun muss er erstmals um Investoren werben.

Das sagen die Kunden

Unter den Sporthändlern hat sich Puma vergangenes Jahr einen guten Ruf erarbeitet. „Puma entwickelt sich extrem gut“, meint Kim Roether, Chef der Sporthandelskette Intersport. Die Genossenschaft ist die Nummer eins im deutschen Sporthandel. „Da ist viel in Bewegung“, lobt Roether. Die Zusammenarbeit sei vorbildlich.

Auch bei Sport 2000, dem größten Konkurrenten von Intersport, sehen die Geschäftsinhaber das Label durchaus wohlwollend. „Puma erfährt eine extrem positive Resonanz vom Handel“, sagt Geschäftsführer Hans-Hermann Deters.