Puigdemont will zurück

Separatistenchef Carles Puigdemont will jetzt zurück aus Belgien nach Barcelona und zurück an die Macht. So stellt er es sich vor. "Ich bin der Präsident", sagt er.

Die Separatistenparteien gewannen 70 der 135 Sitze bei der Wahl.

"Ich will lieber heute als morgen zurück nach Katalonien. Nicht nur meinetwegen und wegen meiner Familie, deshalb auch, und nicht einmal nur für Katalonien, sondern für Spanien.

Es wäre gut für Spanien, für die spanische Demokratie, die die spanische Regierung ja ausgesetzt hat. Ich bin der Präsident des Parlaments, ich habe nie aufgehört, es zu sein."

Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy will so wörtlich mit den "Gewinnern" sprechen.

Rajoy erklärte: "Die spanische Regierung ist zur Koopertion bereit. Wir wollen einen offenen und konstruktiven Dialog. Aber im Rahmen des Gesetzes."

Im Gegensatz zur regionalen Ciudadanos-Chefin Inés Arrimadas kann sich Puigdemont mit den neuen Mehrheiten tatsächlich Hoffnungen auf eine erneute Wahl zum Regionalpräsidenten machen.

Die Ciudadanos-Chefin wollte eigentlich den katalanischen Nationalisten so wörtlich die "rote Karte" zeigen, was ihr aber nicht gelungen ist.

Umfragen zufolge wollen die Einwohner Barcelonas jetzt aber erst einmal in Ruhe Weihnachten feiern.

Ebenfalls laut Umfragen haben die Geschäfte leichte Einbußen wegen der politischen Krise zu verzeichnen, jetzt zu Weihnachten läuft das Geschäft aber wieder besser.