Puigdemont wirft das Handtuch

Carles Puigdemont wirft das Handtuch. Zehn Wochen nach der Neuwahl in Katalonien kann die spanische Konfliktregion nun auf eine Wiederbelebung der stockenden Gespräche zur Bildung einer neuen Regierung hoffen, denn der umstrittene Separatisten-Chef hat seinen Verzicht auf die Regionalpräsidentschaft erklärt. So machte er den Weg für einen Alternativ-Kandidaten frei. Puigdemont sprach in einem Video und nannte seine Entscheidung "vorläufig".

Puigdemont hält sich seit Monaten in Belgien auf, um den Ermittlungen der spanischen Justiz zu entgehen. Deshalb waren sowohl die Zentralregierung in Madrid als auch die Justiz gegen seine Kandidatur für die Regionalpräsidentschaft.

Bei der Wahl kurz vor Weihnachten errangen die Unabhängigkeitsbefürworter die absolute Mehrheit der Sitze im Parlament von Barcelona.

Nach Medienberichten haben sich die Unabhängigkeitsbefürworter bereits auf Jordi Sánchez als neuen Kandidaten für die Regionalpräsidentschaft geeinigt.

Nach einem illegalen Unabhängigkeitsreferendum und einem Beschluss zur Abspaltung von Spanien war Puigdemont Ende Oktober 2017 von der Zentralregierung als Regionalpräsident abgesetzt worden. Bei der Neuwahl kurz vor Weihnachten errangen die von ihm angeführten Unabhängigkeitsbefürworter aber wieder die absolute Mehrheit der Sitze im Parlament von Barcelona.