Psychologen sollen bei Schiri-Streit helfen

Die DFB-Schiedsrichter bekommen im Trainingslager Hilfe von Psychologen

Zwei Psychologen sollen helfen, die in den vergangenen Monaten öffentlich gewordenen Probleme unter den Schiedsrichtern der Fußball-Bundesliga zu lösen. Das bestätigte DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich der Bild.

Demnach werden die Streitschlichter ins Trainingslager nach Mallorca (3. bis 8. Januar) kommen, um dort für eine Mediation unter den Unparteiischen zu sorgen.

"Es ist den Versuch wert, auf diesem Weg den zweifelsfrei vorhandenen Konflikt zu lösen", sagte Fröhlich: "Dieses Thema muss beendet werden, ich hoffe auf einen Neustart. Wir brauchen eine homogene Gruppe, die zusammenhält."

An zwei Tagen seien Gruppensitzungen unter Aufsicht der Psychologen mit allen Beteiligten geplant. Um die Schlichtungsgespräche nicht zu stören und den Neuanfang nicht zu gefährden, werden keine Medienvertreter zugelassen.

"Wollen uns auf uns konzentrieren"

"Wir wollen uns auf uns konzentrieren", sagte Fröhlich: "Die Schiedsrichter sollen nicht das Gefühl haben, beobachtet zu werden, sondern sich völlig natürlich verhalten."

Die Atmosphäre unter den Unparteiischen ist nach den Problemen mit dem Videobeweis in der abgelaufenen Hinrunde sowie dem Ärger zwischen einigen Referees und den Bossen Herbert Fandel sowie Hellmut Krug getrübt. Schiedsrichter-Chef Fröhlich hatte Krug nach verschiedenen Querelen im November als Projektleiter Videobeweis abgelöst.