Prozess um tragischen Tod von sechs jungen Menschen in Unterfranken ab kommender Woche

Sechs Jugendliche erstickten in Gartenlaube bei Arnstein

Nach dem tragischen Kohlenmonoxidtod von sechs jungen Menschen bei einer Party im unterfränkischen Arnstein beginnt in der kommenden Woche der Prozess gegen den Vater von zwei der Toten. Wie ein Sprecher des Landgerichts Würzburg am Mittwoch mitteilte, startet der Prozess am 18. Oktober. Insgesamt seien drei Verhandlungstage angesetzt worden, ein Urteil könnte am 26. Oktober fallen.

Der wegen fahrlässiger Tötung in sechs Fällen angeklagte Vater ist der Besitzer der Hütte, in der seine Kinder mit vier Freunden im Januar feierten. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Mann in der Hütte einen mit Benzin betriebenen Stromgenerator an das vorhandene Leitungsnetz angeschlossen.

Bei größerer Umsicht und sorgfältigerer Aufstellung des Generators und falls der Mann die Hinweise des Herstellers beachtet hätte, wäre das Unglück laut Anklage vorhersehbar und vermeidbar gewesen. Laut Herstellerhinweisen hätte der Generator nämlich nicht in geschlossenen Räumen betrieben werden dürfen. Die 18 und 19 Jahre alten Männer und Frauen waren bei einer Geburtstagsfeier an einer Kohlenmonoxidveriftung gestorben.