Prozess um mutmaßlichen Auftragsmord in Freiburger Drogenmilieu begonnen

Vor dem Landgericht Freiburg hat am Montag der Prozess gegen einen 33 Jahre alten Koch wegen eines mutmaßlichen Auftragsmords im Drogenmilieu begonnen. Dem Mann wird vorgeworfen, im Juli vergangenen Jahres im Auftrag eines Freiburger Rechtsanwalts einen 24-jährigen Dealer getötet zu haben. Er wurde in einem Gewerbegebiet mit zwei Kopfschüssen getötet.

Der Rechtsanwalt beging nach seiner Festnahme im November 2019 in Haft Suizid. Zuvor soll er noch aus der Haft heraus versucht haben, den jetzigen Angeklagten einzuschüchtern. Mutmaßliche Auftragsschläger hatten dessen Freundin attackiert.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte das Opfer über Jahre zusammen mit dem Rechtsanwalt den Verkauf größerer Mengen Drogen organisiert. Offenbar wollte der Drogenverkäufer aussteigen und verlangte Geld, das der Anwalt für ihn aufbewahrt hatte. Daraufhin soll dieser den Angeklagten mit dem Mord beauftragt haben.

Der Beschuldigte gestand die Tat gegenüber der Polizei bereits. Das Gericht setzte für das Verfahren sechs Verhandlungstage an. Im Fall einer Verurteilung droht dem Beschuldigten lebenslange Haft.