Verwirrung um Ronaldos Steuerschulden

Cristiano Ronaldo muss am 31. Juli vor Gericht aussagen

Weltfußballer Cristiano Ronaldo hinterlegt im Steuerprozess gegen ihn nicht seine angeblichen Schulden beim spanischen Staat.

Das bestätigte Ronaldos Management Gestifute der spanischen Nachrichtenagentur EFE.

Die spanischen Sportzeitung AS hatte zuvor berichtet, dass der Superstar von Real Madrid dem Madrider Gericht 14,7 Millionen Euro zahlt - also exakt die die Summe, die er nach Angaben der ermittelnden Staatsanwaltschaft an Steuern hinterzogen haben könnte.

Der 32-Jährige erhoffe sich dadurch mildernde Umstände, hieß es. Als Schuldeingeständnis sei die Aktion jedoch nicht zu verstehen.

Neue Vorwürfe gegen Ronaldo

Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner neuesten Ausgabe berichtet, hat Ronaldo möglicherweise einen Vertrag zwischen ihm und der auf den British Virgin Islands registrierten Briefkastenfirma Tollin rückdatiert, bevor er den ermittelnden Behörden offengelegt wurde. 

Ronaldo muss am 31. Juli vor der ersten Kammer seines Wohnortes Pozuelo de Alarcon, 15 Kilometer westlich von Madrid, Stellung zu den Vorwürfen der Steuerhinterziehung nehmen. Bislang bestreitet er die Anschuldigungen.


Ronaldo schweigt

Bis zum Verfahren wird Ronaldo wohl weiterhin schweigen. "CR7" hatte sich bislang weder zur Steueraffäre noch zu den Wechselgerüchten um seine Person geäußert. Nach dem 1:0-Sieg gegen Russland beim FIFA Confederations Cup beantwortete er lediglich ein paar Alibi-Fragen und verschwand.

Wenigstens für ein paar positive Schlagzeilen sorgte Ronaldo dann doch: Der Superstar lief vor dem Spiel mit einem kleinen Mädchen, das im Rollstuhl sitzt, in das Stadion ein. Freudestrahlend hielt das Kind die Hand des Angreifers von Real Madrid. 

Nach dem Abspielen der Nationalhymnen küsste Ronaldo die Kleine auf die Stirn und schenkte ihr zudem seine Trainingsjacke.