Prozess am Landgericht - Radler schubst Fußgänger: tot

John Schneider

Im Streit um einen Teppich: Ein Architekt (51) gesteht die Körperverletzung mit Todesfolge. Das Opfer erleidet Hirnblutung.

München - Radler gegen Fußgänger, das ist keine seltene Auseinandersetzung auf Münchens Geh- und Radwegen. Meistens bleibt es im Konfliktfall beim verbalen Austausch von Nettigkeiten. Völlig aus dem Ruder lief dagegen ein Streit am 19. Mai 2016 in der St. Bonifatius-Straße. Ein radelnder Architekt (51) soll dabei den Tod eines 78-Jährigen verursacht haben. Und ist damit ein Fall fürs Schwurgericht.

So haben die Ermittler die Tat rekonstruiert: Ralf H. hatte einen Teppich auf den Gepäckträger geklemmt. 104 Zentimeter breit war das gute Stück und stand damit auf beiden Seiten kräftig heraus. Dass er damit ein veritables Verkehrshindernis darstellte, war dem Radler offenbar klar. Sonst hätte er sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht verbotswidrig auf dem Gehweg der St.-Bonifatius-Straße fortbewegt.

Dabei habe er dann den Fußgänger Eduard K. (78) trotz langsamer Fahrt leicht gestreift. Der Rentner habe sich darüber echauffier, den Radler angesprochen und am Arm festgehalten.
Den ganzen Artikel lesen Sie hier