Prozess in Köln: Polizei rüstet sich für möglichen Befreiungsversuch der Pink Panther

Rund um das Justizgebäude an der Luxemburger Straße gibt es Sicherheitsvorkehrungen.

Alarmstufe rot heißt es auch am Donnerstag wieder im Justiz-Zentrum an der Luxemburger Straße in Sülz. Um der Gefährlichkeit der drei Angeklagten und mutmaßlichen Mitgliedern der Pink Panther Bande Rechnung zu tragen, ist den ganzen Tag mit Straßensperrungen und Personenkontrollen in und um das Justizgebäude zu rechnen.

Wie schon am ersten Verhandlungstag werden die angeklagten Juwelendiebe einzeln mit dem Hubschrauber aus den Gefängnissen Düsseldorf und Köln eingeflogen.

Die Täter gelten als brandgefährlich und bestens organisiert. Vor vier Jahren gelang fünf Bandenmitgliedern – darunter Milan L., der auch jetzt vor Gericht steht – die Flucht aus einem Gefängnis in der Schweiz.

Wer als Zuschauer dem Prozess beiwohnen möchte, sollte möglichst früh kommen (Beginn ist 9.30 Uhr) und wird nicht nur an der Sicherheitsschleuse kontrolliert, sondern muss vor dem verschotteten Saal eine Leibesvisitation über sich ergehen lassen und sein Handy abgeben, Rucksäcke und Taschen werden von Sprengstoff-Spürhunden beschnüffelt.

Schmuck im Wert von 600.000 Euro gestohlen

Das Trio ist laut Anklage für den Überfall auf einen Wertetransporter in Esslingen verantwortlich, soll im Oktober 2016 den Fahrer des Transporters schwerst verletzt und Schmuck im Wert von knapp 600.000 Euro erbeutet haben. Ein zweiter Überfall exakt vier Wochen später an gleicher Stelle wurde von einem MEK vereitelt, seitdem sitzt das Trio hinter Gitter. Die Männer gelten als brandgefährlich, äußerst brutal und zumindest zwei von ihnen sind erheblich einschlägig vorbestraft.

Auch könnte ein Befreiungsversuch der übrigen Bandenmitglieder – weltweit soll es 150 organisierte Juwelenräuber geben – geplant sein, umso martialischer sind patroullierende Polizisten mit schussbereiter Maschinenpistole im Anschlag und heruntergeklapptem Visier und Schutzweste ausgestattet.

Die Angeklagten wollen sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern, geplant ist am Donnerstag allerdings eine Aussage zu ihren persönlichen Verhältnissen.

Alle drei wollen sich dazu äußern. Erst danach soll es in einem Rechtsgespräch mit sämtlichen Prozessbeteiligten darum gehen, auszuloten, welches Strafmaß bei einem entsprechenden Geständnis zu erwarten ist, um das aufwendige Verfahren abzukürzen. Bisher ist geplant, bis zum 24. November zweimal pro Woche mit entsprechendem Aufwand zu verhandeln....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta