Prozess gegen vier mutmaßliche IS-Unterstützer in Berlin

Angeklagter im Prozess gegen mutmaßliche IS-Unterstützer

Vier mutmaßliche Unterstützer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) müssen sich seit Donnerstag vor dem Berliner Kammergericht verantworten. Die Männer im Alter zwischen 22 und 46 Jahren sollen im Jahr 2016 ihre Ausreise nach Syrien vorbereitet haben, um sich dort dem IS anzuschließen. Zum Prozessauftakt äußerten sie sich laut einem Gerichtssprecher nicht zu den Vorwürfen.

Zwei Männer wurden laut Anklage auf ihrem Weg nach Syrien in Italien und Kroatien aufgegriffen und zurückgeschickt. Die beiden anderen kehrten daraufhin ebenfalls heim. Die Angeklagten sollen zur Finanzierung ihrer Ausreise mit falschen Unterlagen Handyverträge abgeschlossen und die Mobiltelefone verkauft haben. Bis Ende August sind in dem Verfahren mehr als 30 Verhandlungstermine angesetzt.

Die vier Männer sollen sich in der Berliner Moschee Fussilet 33 kennengelernt und radikalisiert haben. Der bis dahin als Anlaufpunkt für Islamisten geltende Moscheeverein wurde vor einem Jahr verboten. In der Moschee soll auch der Tunesier Anis Amri verkehrt haben, der im Dezember 2016 bei einem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz zwölf Menschen tötete.