Prozess gegen mutmaßlichen Mörder von Joggerin in Freiburg begonnen

Gedenken auf dem Marktplatz von Endingen

Er soll eine Joggerin niedergeschlagen, vergewaltigt und dann getötet haben: Vor dem Landgericht Freiburg hat am Mittwoch die Hauptverhandlung gegen den rumänischen Lastwagenfahrer Catalin C. begonnen. Der 40-Jährige könnte nach Angaben der Ermittler nicht nur den Mord in Endingen am Kaiserstuhl im vergangenen November begangen haben.

Laut Polizei steht er im Verdacht, auch eine französische Austauschstudentin im österreichischen Kufstein vor vier Jahren auf ähnliche Weise vergewaltigt und erschlagen zu haben. Seine DNA fand sich an beiden Tatorten.

Die Staatsanwaltschaft sieht in ihrer Anklage drei Mordmerkmale als gegeben an - Heimtücke, Befriedigung des Geschlechtstriebs und die Verdeckung einer Straftat. C. soll die damals 27-jährige Carolin D. aus Endingen in einem kleinen Waldgebiet überfallen haben. Mit einer Eisenstange soll er nach der Vergewaltigung auf ihren Kopf eingeschlagen haben, bis sie starb.

Die Polizei entdeckte die Leiche der Frau erst bei einer großen Suchaktion Tage nach der Tat. Zeitweise 40 Ermittler einer Sonderkommission waren insgesamt mehr als 4000 Spuren gefolgt. Erst nach monatelanger öffentlicher Fahndung konnte die Polizei C. Anfang Juni nahe Freiburg festnehmen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Das Gericht setzte acht Verhandlungstage bis kurz vor Weihnachten an.