Prozess gegen Mitglied von rechter Gruppe Atomwaffen Division in Frankfurt begonnen

Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am Dienstag der Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der rechtsextremen Gruppierung Atomwaffen Division begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 20-jährigen Marvin E. vor, Anschläge mit Sprengsätzen und Schusswaffen geplant zu haben. Angeklagt ist er außerdem wegen der versuchten Gründung einer terroristischen Vereinigung und Verstößen gegen das Waffen- und das Sprengstoffgesetz.

E. fasste nach Auffassung der Bundesanwaltschaft im Sommer 2021 den Entschluss, innerhalb von drei Jahren in Deutschland einen Rassen- und Bürgerkrieg zu entfachen. Dafür sollte eine von ihm geführte Atomwaffen Division Hessen Anschläge mit Sprengsätzen und Schusswaffen begehen. Die Gruppierung wurde ursprünglich in den USA gegründet und bildete seitdem weltweit Ableger. Ihre Anhänger vertreten eine rassistische, antisemitische und nationalsozialistische Weltanschauung.

E. soll versucht haben, Menschen mit Erfahrung im Umgang mit Waffen und Pyrotechnik als Mitglieder zu gewinnen. Zudem soll er sich bemüht haben, das für die Anschläge notwendige Waffenarsenal zu beschaffen. Bevor er versucht haben soll, seine Pläne umzusetzen, wurde er festgenommen.

smb/cfm

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