Prozess in Berlin: Zahnarzt vergriff sich sexuell an Patientin im Dämmerschlaf

Eine Patientin beim Zahnarzt (Archivbild)

Ein Zahnarzt aus Mitte, der sich an eine im Dämmerschlaf befindliche Patientin sexuell vergriff, wurde am Dienstag von einem Moabiter Strafrichter zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr verurteilt; die Strafe wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Das 25-jährige Opfer hatte sich von dem Arzt am 24. Mai vergangenen Jahres einen Weisheitszahn ziehen lassen. Der 45-Jährige hatte damit geworben, die Behandlung besonders schonend durchzuführen, indem er die Patienten in einen Dämmerschlaf versetze. Als die Studentin im Aufwachzimmer zu sich kam, sagte sie sofort zu dem neben ihr sitzenden Freund, dass sich der Arzt an sie vergriffen habe. Der Freund alarmierte die Polizei. Bei einer Spurensicherung fanden sich am Oberteil und am Slip der Studentin DNA-Anhaftungen.

Vor Gericht gab der Arzt die Übergriffe zu. Er hat inzwischen an die noch immer stark traumatisierte Studentin ein Schmerzensgeld von 8000 Euro gezahlt. Das Motiv für die Tat konnte sich der Angeklagte nach eigener Aussage selber nicht erklären. Er habe sich damals in einer persönlich sehr angespannten Situation befunden, hieß es. Seit August 2016 befinde er sich in psychotherapeutischer Behandlung.

Für den sexuellen Übergriff und den sexueller Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses wurde der Arzt von dem Strafrichter zu neun Monaten verurteilt. Offen war noch ein Strafbefehl von 120 Tagessätzen à 150 Euro, den der Arzt im Juli 2016 erhielt, nachdem er im März vergangen...

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