Prozess in Berlin: Junge Frau in Diskothek angetanzt und verletzt

Tanzende Frauen in einem Berliner Klub (Archivbild)

Das Verhalten in einem Club kann schnell mal zu Missverständnissen führen. Für das sogenannte Antanzen gibt es im Internet sogar schon richtige Gebrauchsanweisungen.

Paolo P.*, der sich seit Donnerstag vor einer Moabiter Strafrichterin wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten musste, hat sie offenbar nicht gelesen. Zumindest nicht vor dem 16. Oktober 2016, als er Gast in einem Szeneclub in Prenzlauer Berg war. Es war kurz nach 2 Uhr. Die Tanzfläche war gut gefüllt. Paolo P. hatte auch schon ein junge Frau erspäht, der er nur zu gern näherkommen wollte.

Dummerweise tanzte die 25-jährige Doreen R.* sehr intensiv mit ihrer Freundin und beachtete ihn nicht, obwohl er sich redlich mühte, neben ihr tanzend ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Er ging davon aus, dass sie ihn vielleicht gar nicht wahrgenommen hatte. Was ein Irrtum war. Er war nur nicht ihr Typ. P., Kellner in Ausbildung, ist kaum 1,60 Meter groß, trägt eine starke Brille. Doreen R. hatte damals zu ihrer Freundin gesagt: "Was will der Zwerg?", und war P. bewusst ausgewichen.

In der Anklage steht, dass sich Paolo P. der jungen Frau regelrecht aufgedrängt habe: Er umarmte sie zunächst von hinten und hielt sie sodann fest. Nachdem die Zeugin seine Hände weggeschlagen, sich zu ihm gewandt und ihn aufgefordert hatte, die Annäherungen zu unterlassen, äußerte er ihr gegenüber: "Nobody say no to me!" (Niemand sagt Nein zu mir!)

Doreen R. erleidet eine stark blutende Wunde an der Hand

Anschließend soll Paolo P. ein Messer "mit ...

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