Prozess in Berlin: 64-Jähriger soll zwei Kinder sexuell missbraucht haben

Eine Statue der Justitia (Archivbild)

Berlin. Die übliche Masche von pädophilen Straftätern ist es eigentlich, sich bei den Eltern ihrer Opfer anzubiedern und deren Vertrauen zu erschleichen, um an die Kinder heranzukommen. Bei Hans-Jürgen H. soll es genau andersherum gewesen sein. Er soll die Mutter eines seiner mutmaßlichen Opfer auf verschiedenen Wegen massiv unter Druck gesetzt haben. Mit dem Ziel, dass sie ihn wieder an ihr Kind heran lässt. Der 64-Jährige muss sich seit Freitag vor einer Moabiter Jugendkammer wegen schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern, Nötigung, Beleidigung und Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz verantworten.

Der Anklage zufolge soll sich Hans-Jürgen H. schon in der Zeit von Juli 2008 bis Ende Februar 2009 an einem zur Tatzeit achtjährigen Jungen sexuell vergriffen haben. Tatort soll die Wohnung des Angeklagten in der Neuköllnischen Allee gewesen sein.

In der Zeit zwischen August 2015 und Dezember 2016 soll das Opfer erneut ein – zumindest zu Beginn der Tatzeit – achtjähriger Junge gewesen sein. Wieder in der Wohnung des Angeklagten in Neukölln. Die von den Kindern eingeforderten sexuellen Praktiken sind laut Anklage in beiden Fällen identisch.

Zu den weiteren Vorwürfen gehört, dass Hans-Jürgen H. in der Zeit von Ende November 2016 bis Ende Januar 2017 mehrere Videos und eine Diashow mit 200 Bildern des mutmaßlich missbrauchten Kindes auf der Internetplattform Youtube eingestellt haben soll. "Um so bewusst wahrheitswidrig zu dokumentieren, dass der Junge von seinen Eltern vernachlässigt wird", ...

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