Proteste in Venedig am Rande von G20

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VENEDIG (dpa-AFX) - Am Rande des G20-Finanzministertreffens in Venedig sind am Samstag mehrere hundert Umweltschützer zu einer Protestkundgebung zusammengekommen. Zu der Demonstration hatte die Bewegung gegen die Kreuzfahrtschiffe in der italienischen Lagunenstadt aufgerufen. Die Nachrichtenagentur Ansa gab die Teilnehmerzahl zu Beginn mit 400 an. Ein Sprecher der Bewegung schloss nicht aus, dass einige von ihnen später versuchen könnten, den G20-Tagungsbereich zu erreichen.

Die Finanzminister der großen Industrie- und Handelsstaaten haben bei ihrem Treffen unter anderem eine globale Steuerreform beschlossen. Italien hat derzeit den Vorsitz der G20 inne.

Die Bewegung "No Grandi Navi" ("Keine großen Schiffe") wehrt sich gegen den Kreuzfahrttourismus in der Weltkulturerbestadt. Die Riesenschiffe zerstören nach Ansicht von Kritikern die Lagune, beschädigen die Fundamente der Stadt und verschmutzen die Luft. Der Kreuzfahrttourismus bringe der Stadt auch wenig wirtschaftliche Vorteile, weil die Passagiere dort nicht schliefen und oft nur wenig Geld ausgäben. Die UN-Kulturorganisation Unesco hat unter anderem gefordert, die Schiffe zu geeigneteren Häfen in der Umgebung umzuleiten. Nach einer langen Corona-Zwangspause hatte im Juni erstmals wieder ein Kreuzfahrtschiff Venedig angesteuert.

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