Proteste in Tel Aviv gegen Israels Besatzung des Westjordanlandes

Im Zentrum von Tel Aviv haben Hunderte Menschen gegen Israels Besatzung des Westjordanlandes protestiert. Es ist 55 Jahre her, dass Israel im Zuge des Sechstagekrieges den Gazastreifen, das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert hatte. Die Palästinenser wollen die Gebiete für einen eigenen Staat Palästina - mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

Eine Teilnehmerin erklärte: "Ich bin hier, um die israelische Demokratie zu verteidigen. Ich glaube, dass ein freies Land seine Nachbarn nicht besetzen und sich nicht an militärischen Eroberungen beteiligen kann, dass alle unsere Bemühungen, eine gerechtere Gesellschaft in unserem Land zu schaffen, null und nichtig sind, wenn wir die Besetzung der palästinensischen Gebiete aufrechterhalten. Ich bin hier, um zu versuchen, meine israelischen Mitbürger:innen davon zu überzeugen, die Besatzung zu beenden und uns dabei zu helfen, Israel zu einer erfolgreichen und blühenden Demokratie aufzubauen."

Immer wieder eskaliert die Gewalt zwischen Palästinensern und Israelis, die letzten Bemühungen im Friedensprozess liegen fast zehn Jahre zurück.

Erst am Samstag hatte Israels Militär Luftangriffe auf Hamas-Stellungen im Gazastreifen geflogen, nachdem von dort eine Rakete auf den Süden Israels abgefeuert worden war. Von palästinensischer Seite bekannte sich keine Gruppe zu dem Raketenbeschuss, Israels Militär machte dafür die Hamas verantwortlich. Allerdings hatte Israel erst am vergangenen Freitag im Westjordanland eine Militäraktion durchgeführt, bei der drei Palästinenser getötet worden waren.

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