14 Jahre danach: Serben im Kosovo sperren sich gegen Autokennzeichen

Wegen Ausschreitungen und Spannungen hat Kosovo die neuen verschärften Einreiseregeln an der Grenze zu Serbien verschoben.

Am Sonntag hatten Serben aus Protest an mehreren Grenzübergängen Barrikaden errichtet oder mit LKW und PKW die Straßen blockiert. Um die Lage zu deeskalieren, setzte Ministerpräsident Albin Kurti die neuen Regeln zunächst aus.

Kosovo wollte serbische Dokumente beim Grenzübertritt nicht mehr anerkennen. Dann müssten sich Menschen mit serbischen Papieren an der Grenze provisorische Papiere ausstellen lassen. Serbien erkennt schon länger keine kosovarischen Dokumente beim Grenzübertritt an.

Zudem will Pristina, die im Kosovo lebenden Serben zwingen, kosovarische Autokennzeichen zu verwenden.

Vierzehn Jahre nach der Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien haben viele der dort lebenden serbischen Minderheit weiterhin keine kosovarischen Autokennzeichen, weil sie die Regierung in Pristina nicht anerkennen.

Kosovo wird von mehr als 100 Ländern als unabhängiger Staat anerkannt, aber nicht von Serbien, Russland und China.

In der vorwiegend von Serben bewohnten Stadt Mitrovica sowie im Norden von Kosovo waren am Sonntag stundenlang Sirenen zu hören.

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