Proteste in Manila: "Verbannt Trump von den Philippinen"

US-Präsident Donald Trump ist auf den Philippinen eingetroffen, wo er am Galadinner im Vorfeld zum Gipfeltreffen der Gemeinschaft der südostasiatischen Staaten (ASEAN) teilgenommen hat. Die Philippinen sind Gastgeber des Treffens, das in diesem Jahr sein 50. Bestehen feiert.

Doch sein Besuch wirft Schatten voraus: so hatte Trump den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un verbal angegriffen. Auf Twitter fragte Trump, warum der nordkoreanische Staatschef es für nötig halte, ihn als “alt” zu beleidigen. Er würde ihn nie als “klein” oder “fett” bezeichnen. Offenbar handelt es sich dabei um seine Reaktion auf einen Bericht nordkoreanischer Staatsmedien, die ihn nach seiner Rede vor dem südkoreanischen Parlament am Samstag als “Kriegshetzer” und “verrückten Alten” bezeichnet hatten.

Unterdessen haben zahlreiche Menschen in der Hauptstadt Manila gegen den Besuch des US-Präsidenten demonstriert. Auf Plakaten war unter anderem zu lesen “Verbannt Trump von den Philippinen”. Es kam zu Ausschreitungen mit der Polizei, als die Aktivisten versuchten, die Absperrungen rund um den Konferenzort zu durchbrechen.

Bei dem Gipfeltreffen geht es vorrangig um Handelsbelange unter den Mitgliedsstaaten. Am Rande dürften aber auch politische Fragen eine Rolle spielen – wie etwa der Streit zwischen China und Vietnam um Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer.

Why would Kim Jong-un insult me by calling me “old,” when I would NEVER call him “short and fat?” Oh well, I try so hard to be his friend – and maybe someday that will happen!— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) November 12, 2017