Proteste im Iran - Meinungen aus dem Exil

Im Iran halten die regimekritischen Proteste an. Inzwischen drohte der Armeechef des Landes mit einem Eingreifen des Militärs.

Die Unruhen begannen in der nordöstlichen Stadt Mashhad und breiteten sich rasch auf Dutzende weitere zumeist kleinere und mittlere Städte aus.

Die Menschen sidn vor allem mit der schlechten wirtschaftlichen Lage unzufrieden.

Nach Angaben von Reza Moini von der Organisation Reporter ohne Grenzen in Paris wurden bei den Zusammenstößen mehr als 20 Menschen getötet.

Die meisten von ihnen seien Arbeiter oder Arbeitslose.

Sie hätten für Brot, Freiheit und ein Dach über dem Kopf demonstriert.

Seit der Iranischen Revolution 1979 seien noch nie so viele Demonstranten in so vielen Teilen des Landes auf den Straßen gewesen.

Die wahren Verhältnisse können im Westen indes nur schlecht beurteilt werden.

Das Nuklearabkommen mit dem Iran, zu dem auch die EU maßgeblich beigetragen hat, führte zu einem Ende der Sanktionen.

Damit verbanden die Menschen im Iran vergeblich die Hoffnung auf bessere wirtschaftliche Verhältnisse.

Doch diese stellten sich nicht ein – Mißwirtschaft, Korruption verhinderten dies.

In Brüssel sprach Euronews mit dem iranischen Exil-Oppositionellen Anvar Mir Sattari, der sich politisch bei den belgischen Grünen engagiert.

Er sagt, es sei entscheidend, dass nun das iranische Volk eine freie Entscheidung treffen könne ohne poltische Einmischung von außen.

In ganz Europa hätten Parteien Jahre lang iranischen Oppositionellen beigestanden, dabei müsse es bleiben.

Es dürfe indes nichts unternommen werden, was nach einer Intervention von außen aussehe.