Proteste gegen Stierhatz in Pamplona

Kurz vor Eröffnung der traditionsreichen Stierhatz von Pamplona haben Tierschützer gegen die Veranstaltung protestiert. Rund 100 Aktivisten versammelten sich vor dem Rathaus.

Bengalische Lichter sollen das Blut der rund 20 000 Stiere symbolisieren, die jährlich in Spanien bei den Stierkämpfen getötet werden.

Dazu Aïda Gascón, Direktorin von AnimaNaturalis in Spanien.

"Alle Bullen, die am Morgen an den Rennen teilnehmen, werden direkt am Nachmittag zur Stierkampfarena gefahren, wo sie zu Tode gefoltert werden. Das wissen die meisten Menschen nicht. Das ist der größte Tiermissbrauch und die blutigste Art von Show".

Acht Tage lang werden beim "Sanfermines"-Fest am Vormittag jeweils sechs zum Teil über 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und auch mehrere Leitochsen von Hunderten Männern für die Stierkämpfe am Abend durch die engen Gassen in die Arena gejagt.

Bei den Mutproben der Läufer werden jedes Jahr Dutzende verletzt. Dieses Jahr rechnet Pamplona mit insgesamt 200 000 Besuchern.