Proteste gegen Ausgangsverbot im zyprischen Limassol - Festnahmen

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NIKOSIA (dpa-AFX) - Die zyprische Polizei hat in der Nacht zum Sonntag 23 Menschen festgenommen, die im Zentrum der Hafenstadt Limassol gegen eine seit drei Tagen geltende nächtliche Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie stundenlang randaliert hatten. Sie schleuderten Steine und Feuerwerk gegen die Polizei und zündeten Mülleimer an. Die Sicherheitskräfte setzten massiv Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Ausschreitungen zu beenden, wie das zyprische Staatsfernsehen (RIK) zeigte. Die Lage beruhigte sich am Sonntagmorgen.

Zypern ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes von der Corona-Epidemie in den vergangenen Wochen stärker betroffen, die Infektionszahlen auf der gesamten Insel steigen. Landesweit beträgt die Inzidenz mehr als 50 Fälle pro 100 000 Einwohner auf sieben Tage. Aus diesem Grund hatte die Regierung in Nikosia vom vergangenen Freitag an in den am schwersten betroffenen Regionen von Limassol und Paphos eine Ausgangssperre zwischen 20.00 Uhr und 05.00 Uhr verhängt.