Protest gegen italienische Migrationspolitik

In Rom haben sich dutzende Demonstranten vor dem Verkehrsministerium festgekettet, um gegen den harten Kurs der Regierung in der Migrationspolitik zu protestieren. Die Aktivisten warnten auf Plakaten vor einem "Untergang des Staates" und erinnerten an die "Verpflichtung zur Hilfeleistung".

Es sei wichtig, dass die Leute wissen, dass es eine Zivilgesellschaft gibt, die nicht damit einverstanden ist, wie die Menschen auf unseren Meeren behandelt werden, erklärt Demo-Teilnehmerin Irene. "Es ist auch eine symbolische Geste, die klarmachen soll, dass es Leute gibt, die sich dem entgegenstellen – nicht nur über einen Computer-Bildschirm, sondern auch hier mit körperlicher Anwesenheit."

Nach Ansicht der Demonstranten sind die Einwanderungspolitik der italienischen Regierung und das "stille Einverständnis" der EU dafür verantwortlich, dass die Zahl der Menschen, die bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben kommen, "exponentiell" steige.

Für den Zugang zu Italiens Häfen sind das Verkehrs- und das Innenministerium zuständig.

Organisiert wurde die Kundgebung vom Bündnis #RestiamoUmani ("Wir bleiben menschlich.").