ProSiebenSat.1: Das war knapp!

Nikolas Kessler
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Ferratum senkt Umsatzprognose – Aktie stürzt ab

Die Aktie von ProSiebenSat.1 kann ihre Talfahrt am Mittwoch stoppen und am Nachmittag rund ein Prozent zulegen. Das Chartbild wurde in den vergangenen Tagen aber arg in Mitleidenschaft gezogen.

Erst die Short-Attacke von Viceroy Research, dann die Verkaufsempfehlung der Schweizer UBS – das hat tiefe Spuren im Chart von ProSiebenSat.1 hinterlassen: Am Dienstag ging es bis auf 26,68 Euro nach unten. Damit ist der Kurs nur haarscharf am Stoppkurs des AKTIONÄR bei 26,50 Euro vorbeigeschrammt.

Für leichte Unterstützung sorgt heute die Meldung über eine neue Vertriebspartnerschaft mit dem Telekom-Anbieter 1&1. Die Free- und Pay-TV-Programme der Sendergruppe sind im IPTV-Angebot 1&1 Digital-TV enthalten. Die Kunden sollen im Rahmen der Distributionspartnerschaft auch Zugang zu den Angeboten von ProSiebenSat.1 im Smart-TV-Standard HbbTV erhalten. Zudem solle „perspektivisch auch Addressable-TV per IPTV verfügbar werden“, so Chief Distribution Officer Nicole Agudo Bebel.

Chartbild angeschlagen – Stopp beachten!

Erst in der vorletzten Ausgabe (10/18) hatte DER AKTIONÄR auf das Kaufsignal in Gestalt eines Ausbruchs aus dem kurzfristigen Abwärtstrend sowie die inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation als technischen Indikator für eine Trendwende hingewiesen. Dies hat sich allerdings als Bullenfalle entpuppt, denn seitdem ist der Kurs wieder um fast 20 Prozent abgesackt. Das Chartbild präsentiert sich damit nun wieder schwach.

Auch wenn sich die Aktie am Mittwoch etwas vom ihrem Vortagestief absetzen kann, ist die Gefahr noch nicht gebannt. ProSiebenSat.1 bleibt zwar ein Comeback-Kandidat, zunächst sollten Anleger aber unbedingt den Stoppkurs im Auge behalten.