Prorussische Separatisten feiern in Mariupol

MARIUPOL (dpa-AFX) - Prorussische Separatisten haben am Montag in der eroberten ukrainischen Hafenstadt Mariupol den 77. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland gefeiert. Im Stadtzentrum wurde nach Angaben der Kremlpartei Geeintes Russland ein riesiges Sankt-Georgs-Band entrollt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtete. Das Sankt-Georgs-Band ist ein russisches Militärsymbol, das seit 2005 der Erinnerung an den Sieg im Zweiten Weltkrieg dient. Es gilt auch als Erkennungszeichen für Unterstützer von Präsident Wladimir Putin. In der Ukraine ist es seit 2017 verboten.

Nach offiziellen Angaben hat das in Mariupol entrollte Band eine Fläche von 2100 Quadratmetern. Auf Fotos war zu sehen, wie es durch das Zentrum der stark zerstörten Stadt getragen wurde. Der Marsch wurde angeführt von Vertretern der prorussischen Separatistenregierung in Donezk. Sie entzündeten auch die "ewige Flamme" neu. Im Andenken an getötete Kämpfer der prorussischen Truppen wurde eine Straße in "Heldenallee" umbenannt. Wie viele Menschen sich an dem Umzug beteiligten, war nicht bekannt.

Die Einwohnerzahl von Mariupol, wo vor dem Krieg mehr als 400 000 Menschen lebten, soll im Zuge des russischen Angriffskriegs auf etwa ein Drittel gefallen sein. Die meisten Menschen flüchteten. Während der Feierlichkeiten wurden weitere Versuche russischer Truppen bekannt, das immer noch von ukrainischen Kämpfern gehaltene Asow-Stahlwerk zu stürmen.

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