Projekt: Mit dem "Bus der Begegnungen" für Demokratie auf Tour

Das Team will sich gegen rechte Stimmungsmache einsetzen

Je näher der Herbst und damit die Bundestagswahl rückt, desto näher rücken viele Politiker dem Bürger. Ob die Grünen auf Haustür-Wahlkampf gehen, Martin Schulz öffentlich eine Currywurst verdrückt oder Angela Merkel die Bierzelt-Rednerin gibt: Ohne die "kleine Mann"-Rhetorik stürzt sich kaum ein Volksvertreter ins Getümmel. Bürgernähe heißt das Stichwort, aber die hat in Zeiten schwindender Wahlbeteiligung und Politikverdrossenheit ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Deshalb wollen einige Engagierte eine Woche vor der Bundestagswahl die Dinge selbst in die Hand nehmen und herausfinden, was die Menschen wirklich umtreibt. Der Berliner Schauspieler und Aktivist Shai Hoffmann hat gemeinsam mit rund 15 Mitstreitern den "Bus der Begegnungen" ins Leben gerufen. Mit diesem möchten sie sechs Tage lang durch Deutschland touren und dabei vor allem kleine und mittelgroße Städte ansteuern. Am Ende der Reise soll der rot-weiße Doppeldecker-Bus in Pankow ankommen.

"Wir reden auch mit Neonazis"

Bei gemeinsamen Aktionen wollen die Teilnehmer mit den Bürgern vor Ort ins Gespräch "über Gott, die Welt und Politik" kommen. In einem mobilen Videostudio sollen dazu filmische Porträts der Begegnungen festgehalten und in einem Videotagebuch archiviert werden. Die Initiative ist überparteilich, Organisationen wie die Berliner "Salaam Schalom Initiative" oder "Kleiner Fünf" sind mit an Bord.

"Wir möchten mit den Menschen kochen, mit ihnen 'Urban Gardening' betreiben und spielen", sagt Shai Hoffmann. Über die Akt...

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