Projekt: Mit einer App zu Orten des Widerstands in Berlin

Hinten: Ayse, Manuel Vorne (v.v.l.n.r.): Dilara, Marwa und Baha

Was ein Kameruner aus dem Berlin der Kolonial- und Kaiserzeit mit einer jüdischen Widerstandskämpferin von 1943 zu tun hat oder auch mit dem Protest gegen Gentrifizierung heute – Schüler eines Geschichtsprojektes an der Refik-Veseli-Schule haben das herausgefunden und lassen jetzt im Rahmen eines Stadtspazierganges andere an ihrem Wissen teilhaben. "App durch X-BRG" heißt der digitale Wegweiser zu Orten in Kreuzberg, die auf verschiedene Weise für Widerstand und den Kampf um Selbstbestimmung stehen.

Entstanden ist die wie ein Quiz aufgebaute Tour in Kooperation der Sekundarschule mit der Geschichtswerkstatt des Jüdischen Museums. Seit 2011 gibt es dort die Bildungsprogramme für Berliner Schüler, die Refik-Veseli-Schule gehörte zu den ersten Teilnehmern. Für die Schule, an der 80 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund haben, ist die Partnerschaft Teil des Bestrebens, Ausgrenzung und Antisemitismus unter den Jugendlichen zu begegnen. Bei denen kommt die Geschichtswerkstatt aber auch einfach gut an. Inzwischen, sagt Schulleiterin Ulrike Becker, werde der Kurs so stark angewählt, dass eine Auswahl stattfinden müsse.

Ein Versuchsballon war die App auch für das Museum

Von dem Spaß, den es gemacht habe, die "App durch X-BRG" zu erstellen, erzählt Baha. "Ich fand die Geschichten spannend, von Menschen, die Kreuzberg mitgestaltet haben", sagt der 15-Jährige bei einem ersten öffentlichen Probelauf der digitalen Schnitzeljagd. Mitschülerin Dilara hat gelernt, "wie man das technisc...

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