Professor an Uni in Ingolstadt beleidigt muslimische Studentin

Wegen ihres Kopftuches wurde eine Studentin von einem Uni-Professor beleidigt (Bild: Getty Images)

“Im 21. Jahrhundert sollte man wissen, wie man sich anzuziehen hat” – mit dieser diskriminierenden Äußerung hat ein Professor der Technischen Universität Ingolstadt für Empörung gesorgt.

Laut einer Stellungnahme der Hochschule, die der “Huffington Post“ vorliegt, soll der Professor die muslimische Studentin auf ihre Kleidung angesprochen und sie gefragt haben, ob diese ihrer Meinung nach dem Bild einer modernen Frau im 21. Jahrhundert entspreche. Die junge Frau hatte während seiner Vorlesung ein Referat gehalten und dabei ihr Haar – nicht das Gesicht – mit einem Kopftuch bedeckt.

Nach der Beleidigung gab es vom dem Professor keine Bewertung für das Referat. Wie aus einem Facebook-Post hervorgeht, soll die Studentin daraufhin “aufgelöst und traurig” den Hörsaal verlassen haben. Ihre Kommilitonen schlugen sich auf die Seite der jungen Muslima und zeigten sich dem Verhalten des Professors gegenüber entrüstet. “Dieses chauvinistische Verhalten darf nicht toleriert werden!”, findet auch der Facebook-User, der den Vorfall öffentlich gemacht hatte.

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In ihrer Stellungnahme distanzierte sich die TU Ingolstadt von den Äußerungen des Professors: “Die Technische Hochschule Ingolstadt versteht sich als moderne, weltoffene Hochschule, welche die Vielfalt, die unsere Studierenden in Bezug auf Herkunft, Religion und Lebensweisen einbringen, sehr schätzt.”

Inzwischen soll sich der betroffene Professor bei der Studentin entschuldigt haben. Eine Sprecherin der Universität erklärte, er bedauere seine Aussage zutiefst und beteuere, er habe die Studentin in keinem Fall wegen ihrer Religionszugehörigkeit oder aus anderen Gründen diskriminieren wollen.