Professor Kelly nennt Reaktionen auf legendäres BBC-Video "lustig und seltsam"

Politikprofessor Robert Kelly und seine Familie

Der Politikprofessor Robert Kelly, der durch den unfreiwilligen Auftritt seiner Familie in einem Live-Interview zur Internetberühmtheit wurde, hat ein Jahr nach dem Vorfall die Reaktionen als "größtenteils lustig, manchmal seltsam" bezeichnet. "Ein Polizist in Südkorea hielt mich an, um nach einem Selfie zu fragen", schrieb Kelly am Sonntag auf der Internetseite eines australischen Think Tanks. Einmal sei er beim Milchkauf fotografiert worden.

Kelly, der an der Universität Pusan in Südkorea arbeitet, hatte in einem Live-Interview im März 2017 mit dem Sender BBC das Ende der politischen Karriere von Südkoreas Ex-Präsidentin Park Geun Hye kommentiert, als seine kleine Tochter Marion ins Arbeitszimmer tanzte. Kurz darauf kam auch deren kleiner Bruder James in seiner Lauflernhilfe hinterher.

Wenige Sekunden später ist auf dem Video zu sehen, wie Kellys Frau Kim Jung A ins Zimmer stürmt und die Kinder herauszieht. Es ist mit mehr als 27 Millionen Klicks das am meisten angesehene Video aller Zeiten auf der BBC-Youtube-Seite.

In seinem Blog-Eintrag auf der Seite des Lowy Institutes schrieb Kelly auch von den Kommentaren von Neonazis, die ihn als "Rassenverräter" beschimpften, weil seine Frau Koreanerin ist. Während das noch "erwartbar" gewesen sei, habe ihn die Reaktion linker Kreise überrascht, die das Video als "Metapher für die soziale Macht weißer Männer in Asien" sehen wollten.

Kelly ging davon aus, dass es sich bei seiner aktuellen Stellungnahme um die letzte dieser Art handeln werde. Er hoffe, dass das Interesse nach einem Jahr "vorbei ist und Platz für das nächste Video einer tanzenden Katze macht".