Probleme mit Terminen: Soforthilfe für chronisch überlastete Berliner Standesämter

In zahlreichen Berliner Standesämtern müssen Heiratswillige viel Zeit mitbringen

Berlin.  Die chronisch überlasteten Standesämter in den Bezirken Mitte und Pankow sollen mit einem umfangreichen Sofortprogramm in die Lage versetzt werden, ihren Aufgaben wieder zeitnah nachzukommen. Das hat der Berliner Senat auf seiner Klausurtagung am Wochenende beschlossen.

Ab sofort sollen die übrigen zehn Bezirke je einen Standesbeamten für Mitte und Pankow zur Verfügung stellen. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport wird darüber hinaus ab September acht Regierungsin­spektoren in die Bezirke entsenden.

"Die Beamten werden dort kurzfristig einsetzbar sein", sagte Martin Pallgen, Sprecher der Senatsinnenverwaltung, der Berliner Morgenpost am Sonntag. Die Bezirke hätten zudem zwölf ehemalige Standesbeamte benannt, die ihren Ruhestand unterbrechen und sofort einsetzbar sind. Hinzu kämen 24 weitere Interessenten, die ab September 2017 einen Grundlehrgang erhalten.

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Der Senat hat sich nach Auskunft Pallgens auch darauf verständigt, die Ausbildungszeit bei den meisten Anwärtern von bisher sechs Monaten auf sechs Wochen zu verkürzen. So könnten bestimmte Qualifikationen zu Beginn erworben und direkt umgesetzt werden. "Dies betrifft zum Beispiel die anstehenden Umwandlungen von Lebenspartnerschaften in die ,Ehe für alle'", sagt Pallgen. Diese Umschreibungen verlangten eine andere Qualifikation als etwa die Ausstellung einer Geburtsurkunde.

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