Probleme mit Digitalfunk : Nach Amris Anschlag waren Polizei und Feuerwehr im Funkloch

Bei dem Anschlag auf den Breitscheidplatz haben sich die Funkgeräte der Einsatzkräfte offenbar mehrmals in Gebäudefunkanlagen eingewählt

Berlin.  Nach den Funklöchern beim Einsatz im Benjamin-Franklin-Krankenhaus im Juli vergangenen Jahres und dem Ausfall der Statustasten in der Silvesternacht sind jetzt auch Pro­bleme beim Digitalfunk nach dem Anschlag am Breitscheidplatz bekannt geworden. Die Funkgeräte der Einsatzkräfte wählten sich offenbar immer wieder in Gebäudefunkanlagen ein. Erschwerend kamen Softwareprobleme in der Leitstelle hinzu.

Eine Folge der Probleme mit dem Digitalfunk war, dass ein Kollege den anderen zwar hörte, ihm aber nicht antworten konnte. Im Interview mit der Branchenzeitschrift "Feuerwehr Magazin" berichtete ein Brandoberamtsrat von den Problemen mit der Koordinierung vor Ort. "Die Kommunikation mit der Leitstelle und mit anderen Behörden muss immer gesichert sein", sagte er dem Magazin. Gerade bei einem Terrorakt müsse jede Einsatzkraft wissen, ob sie sicher sei oder nicht, sagte er dem Magazin weiter. Die Probleme beim Digitalfunk bei Großlagen sind seit längerer Zeit bekannt. In der vergangenen Silvesternacht hatten Polizeibeamte den Ausfall der Statustasten an ihren Digitalfunkgeräten beklagt, mit denen der Einsatzstatus der Zentrale gemeldet werden kann. Das habe zu Verwirrungen in einer der für die Polizei sowieso arbeitsreichsten Nächte des Jahres geführt. Damals entfielen geschätzt 30 Prozent der Sprechzeit für unnötige Nachfragen zwischen Lagezentrum und Beamten. Als Grund für die Schwierigkeiten nannte man eine Überlastung des Systems.

Polizisten berichten, dass sie im Einsatz schon ma...

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