Probleme am Chlodwigplatz: Politiker beharren auf Weinanbau an der Severinstorburg

35-Jähriger legt erfolglos Einspruch gegen Strafbefehl ein.

An der Severinstorburg soll Wein wachsen. Daran halten Politiker aus der Innenstadt fest. Vertreter der Fraktionen von Grünen, SPD und CDU hatten sich mit Vertretern der Verwaltung vor dem Beet getroffen, das die Reben einmal aufnehmen soll.

Das Liegenschaftsamt, zuständig für den lange als Urinal missbrauchten Hügel am Stadtmauerrest auf dem Chlodwigplatz, hatte diesen jüngst mit herkömmlichen Pflanzen begrünen lassen. Das schließe die Weinstöcken aber nicht aus, berichtet Tim Cremer, SPD-Bezirksvertreter, von den Ergebnissen des Treffens.

Im nächsten Frühjahr könnten sie gepflanzt werden. Ein weiterer Arbeitsschritt soll vorher noch das Pinkel-Problem lösen: Ein schmiedeeiserner, knapp 90 Zentimeter hoher Zaun auf einer rund 50 Zentimeter hohen Mauer wird das Beet vor ungebetenen Gästen schützen.

Verwaltung will Lösung für die Außengastronomie

Für dringende Bedürfnisse soll demnächst eine Toilettenanlage am Severinswall errichtet werden, ein Schild am Chlodwigplatz darauf hinweisen. Eine alte Forderung der Bezirkspolitiker wird damit endlich umgesetzt. „Darüber freue ich mich sehr“, sagte Bezirksbürgermeister Andreas Hupke.

Die Politiker wollen angesichts zwei weiterer Probleme das Ende der sitzungsfreien Sommerpause nicht abwarten und Dringlichkeitsentscheidungen auf den Weg bringen. Zum einen soll die Verwaltung schnellstmöglich eine Lösung für die Außengastronomie des Brauhauses Früh im Veedel finden.

Die Erlaubnis dafür war vor der Umgestaltung des Chlodwigplatzes widerrufen worden. Solange Busse den Platz noch passieren müssen, sei das zu gefährlich, so die Begründung.

Ihre Fahrbahn und die Platzfläche sind seither nämlich nicht mehr getrennt. Offenbar könnte aber ein Strich für mehr Klarheit sorgen und kennzeichnen, wo die Busse fahren. Daneben könnte das „Früh“ Tische aufstellen. Ein Vertreter des zuständigen Amtes habe diese „konstruktive Lösung“ vorgeschlagen, so Hupke. Cremer wünscht sich die Umsetzung „noch in diesem Sommer“.

Parken von Pkw auf dem Clodwigplatz soll verhindert werden

Schwieriger dürfte die Forderung der Politiker umzusetzen sein, das Parken und Halten von privaten Pkw auf dem Platz zu verhindern, unter anderem wegen der Busse, die ihn noch einige Jahre queren müssen, bis die Stadtbahn den Waidmarkt passieren kann. Trotzdem wollen die Fraktionen mit einer breiten Mehrheit darauf pochen, dass die Zufahrt beschränkt wird.

„Wir wollen das Parken so nicht mehr hinnehmen“, sagte Tim Cremer und brachte eine Schrankenanlage ins Spiel. Andreas Hupke sieht das als wesentliche Voraussetzung für die von allen gewünschte Aufenthaltsqualität vor der Torburg: „Das müssen wir hinbekommen.“ Ein weiterer Kritikpunkt am neu gestalteten Platz dürfte sich hingegen bald erledigt haben. Vier weitere Mülleimer sollen in der Nähe der Sitzbänke aufgestellt werden.

Dann, so die Hoffnung, reduziert sich die Zahl derer, die ihren Müll achtlos in die Baumscheiben fallen lassen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta