„Problematische Atmosphäre“: Türkische Regierung kritisiert „deutschen Populismus“ in TV-Duell

„Problematische Atmosphäre“: Türkische Regierung kritisiert „deutschen Populismus“ in TV-Duell

Die türkische Führung hat deutschen Politikern Populismus im Umgang mit den EU-Türkei-Beitrittsgesprächen vorgeworfen.

„Wir hoffen, dass diese problematische Atmosphäre enden wird, die die türkisch-deutschen Beziehungen zum Opfer eines engen politischen Horizonts gemacht hat“, twitterte der Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, am Montag. Er fügte hinzu, dass er auf verbesserte Beziehungen zu Deutschland hoffe.

Hintergrund sind die Ankündigungen von Bundeskanzlerin

Angela Merkel

und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz im TV-Duell, dass sie die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei beenden wollen. Das Verhalten der Türkei lasse keine andere Wahl, obwohl er sich lange für den EU-Beitritt ausgesprochen habe, hatte SPD-Chef Schulz beim TV-Duell mit Merkel am Sonntagabend gesagt. „Die Türkei entfernt sich in einem atemberaubenden Tempo von allen demokratischen Gepflogenheiten“, betonte Merkel. „Wir sind einig: keine Vorbeitrittshilfen.

Und die Tatsache, dass die Türkei nicht Mitglied der EU werden soll, das ist auch klar“, fügte die Kanzlerin hinzu. „Ansonsten werde ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen noch einmal reden, ob wir zu einer gemeinsamen Position kommen können und diese Beitrittsverhandlungen auch beenden können“, sagte sie mit Blick auf die Abstimmungen in der EU. Zuvor hatte sie gesagt, dass sie sich in einem Gespräch mit Außenminister

Sigmar Gabriel

(SPD) am Freitag noch einig gewesen sei, die Beitrittsverhandlungen nicht abzubrechen.

Reuters

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