Privatschul-Boom: Probleme bei der Finanzierung verhindern Neugründungen

Bereits jedes zehnte Berliner Kind lernt an einer freien Schule.

Am heutigen Montag beginnt für rund 400.000 Schüler wieder die Schule. Für die etwa 33.000 Erstklässler ist in der kommenden Woche Schulstart. Mittlerweile besucht jeder zehnte Schüler der Stadt eine freie Schule. Doch der Privatschul-Boom stößt jetzt offenbar an seine Grenzen.

Seit Jahren nimmt die Zahl der Privatschulen in Berlin zu. Von Alternativschulen und Waldorfschulen über Montessori-Angebote und konfessionelle Schulen bis hin zu exklusiveren bilingualen Schulen ist alles dabei.

Zum Beginn des neuen Schuljahres öffnen aber nur zwei kleinere Neugründungen: die evangelische Stephanus-Schule für Kinder mit geistiger Behinderung in Weißensee und die Apego-Gemeinschaftsschule in Waidmannslust, ausgerichtet auf selbstbestimmtes Lernen und lateinamerikanische Sprachen.

„Es gibt kaum noch freie Grundstücke oder Gebäude“, erklärt Andreas Wegener vom Privatschulverband. Um Lehrer müsse man mit staatlichen Schulen konkurrieren, die in der Regel besser bezahlen. Zudem dauere es jahrelang, bis eine neugegründete Schule staatliche Zuschüsse in Anspruch nehmen könne.

Ein sogenanntes Vollkostenmodell ist in Arbeit

Mehr denn je setzen die Privatschulen inzwischen auf ein neues Finanzierungsmodell, das laut rot-rot-grünem Koalitionsvertrag bis 2019 vorliegen soll. Bisher erhalten freie Schulen...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung