Private MotoGP-Tests in Jerez: Aprilia und KTM arbeiten für 2021

Gerald Dirnbeck
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Nach dem Saisonfinale 2020 haben noch zwei MotoGP-Teams private Testfahrten in Jerez de la Frontera (Spanien) durchgeführt. Das waren Aprilia und KTM. Den Anfang machte Aprilia. Die italienische Mannschaft war direkt nach dem Portimao-Rennen von Montag bis Mittwoch (23.-25. November) in Jerez im Einsatz.

Testfahrer Bradley Smith eröffnete den Test, bis auch Stammfahrer Aleix Espargaro die knapp 400 Autobahnkilometer von Portimao nach Jerez zurückgelegt hatte. Aprilia hatte zwei weiterentwickelte Prototypen für 2021 auf der Strecke.

Die Ingenieure haben am V4-Motor gearbeitet. Außerdem wurde ein neuer Auspuff getestet, der den Sound etwas verändert hat. Die beiden 2021er-Motorräder waren für Vergleichszwecke mit unterschiedlichen Chassis aufgebaut. Außerdem wurde die Carbon-Schwinge wieder evaluiert.

Smith führte am Montag den Shakedown der beiden neuen Motorräder durch. Dann stieg Espargaro in die Testarbeit ein und fuhr auch am Dienstag. Am letzten Tag war dann neben Smith Lorenzo Savadori im Einsatz. Regen sorgte für ein vorzeitiges Testende.

Moto2-Debüt von Cameron Beaubier

Nachdem Aprilia abgereist war, stand die Strecke am Donnerstag und Freitag (26. und 27. November) einigen Moto2-Teams für private Tests zur Verfügung. Der erste Tag fiel wegen starken Regens aber buchstäblich ins Wasser.

Am zweiten Tag zeigte sich die Sonne und zwölf Moto2-Fahrer drehten ihre Runden. Mit dabei war auch das IntactGP-Team mit Marcel Schrötter und Neuzugang Tony Arbolino. Tom Lüthi machte erste Bekanntschaft mit dem SAG-Team.

Auch MotoAmerica-Champion Cameron Beaubier drehte seine ersten Runden mit der Moto2-Kalex von American Racing. Der US-Amerikaner hatte einen harmlosen Sturz. Die Bestzeit bei diesem Moto2-Test stellte Marcos Ramirez mit 1:42.064 Minuten auf.

KTM mit finalem Privattest 2020

Anfang Dezember nutzte dann KTM mit den beiden Testfahrern Dani Pedrosa und Mika Kallio die Jerez-Strecke für den letzten Privattest des Jahres. Das Programm wurde am Dienstag und Mittwoch (1. und 2. Dezember) absolviert.

Bereits im Oktober hatte Pedrosa privat in Valencia getestet. Der Fokus dieser beiden Tests lag auf dem Motorrad für 2021. Im Gegensatz zu Aprilia kann KTM nicht mehr uneingeschränkt mit den Stammfahrern testen.

Aprilia ist das einzige Team, das im nächsten Jahr noch von den Konzessions-Vorteilen profitiert. Aber auch KTM darf einen neuen Motor einsetzen, während das Triebwerk bei den restlichen vier Herstellern Suzuki, Ducati, Yamaha und Honda eingefroren ist.

Wie KTM-Ingenieur Sebastian Risse vor einigen Wochen festgehalten hat, will man die endgültige Spezifikation der 2021er-KTM nach Abschluss der Testfahrten festlegen. An Chassis, Schwinge, Dämpfer-Komponenten und Elektronikabstimmung dürfen ohnehin alle Hersteller arbeiten.

Mit einer Ausnahme haben nun alle Fahrer und Testfahrer ihre Winterpause begonnen. Nur Honda hat für Mitte Dezember noch einen Test für Stefan Bradl geplant. Auch dieser soll in Jerez de la Frontera stattfinden.

Mit Bildmaterial von KTM.