Privat finanziertes LNG-Terminal in Lubmin wird kommende Woche eröffnet

Das privat finanzierte Importterminal für Flüssiggas (LNG) in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern soll kommende Woche eröffnet werden. Der Betreiber Deutsche Regas rechnet mit der endgültigen Genehmigung des Vorhabens durch die Behörden in den kommenden Tagen. Die Bundesregierung kündigte am Freitag die Teilnahme von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) an der offiziellen Inbetriebnahme der Anlage am Samstag kommender Woche an.

Laut Umweltministerium in Schwerin sollen die Unterlagen zu dem Projekt ab Montag öffentlich ausliegen. Danach könne der Genehmigungsbescheid unterschrieben und offiziell überreicht werden, erklärte Umweltminister Till Backhaus. Backhaus sowie Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (beide SPD) nehmen ebenfalls an der feierlichen Eröffnung des Terminals teil.

Im Zuge des russischen Überfalls auf die Ukraine treibt die Bundesregierung den Aufbau von Importinfrastruktur von LNG, das per Schiff geliefert wird, voran und hat dafür die Genehmigungsverfahren massiv gelockert. Fünf schwimmende LNG-Terminals hat die Regierung selbst gechartert. Eines davon hat in Wilhelmshaven bereits den Betrieb aufgenommen.

Die Anlage in Lubmin wird privatwirtschaftlich vom örtlichen Unternehmen Deutsche Regas zusammen mit dem französischen Energieriesen Totalenergies betrieben. Sie soll vor allem Ostdeutschland mit jährlich bis zu 5,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas versorgen. Laut Regas reicht das aus, um zwei Millionen Haushalte ein Jahr lang mit Erdgas zu beliefern.

pe/ilo