Darum wird Prinzessin Delphine von den Belgiern plötzlich heftig kritisiert

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Eigentlich sind die Belgier dem neuesten Mitglied der Königsfamilie wohlgesonnen. Doch nun muss sich Prinzessin Delphine plötzlich deutlicher Kritik stellen.

Prinzessin Delphine
Prinzessin Delphine steht in der Kritik. (Bild: Gala)

Seit Oktober 2020 ist Prinzessin Delphine, 53, offiziell Mitglied der belgischen Königsfamilie. Neun Monate zuvor hatte ein von ihr erklagter DNA-Test Ex-König Albert, 87, als ihren leiblichen Vater identifiziert. Vorausgegangen war ein jahrelanger Rechtsstreit. Der ehemalige Monarch hatte vehement bestritten, dass die Tochter seiner früheren Geliebten Baronesse Sybille de Selys Longchamps, 80, sein Kind sei. Die Belgier reagierten mit überraschender Sympathie auf den royalen Zuwachs. Doch nun muss sich die Künstlerin unerwartet der Kritik einiger Landsleute stellen. 

Prinzessin Delphine: Drohen ihr Empörungsstürme der Flamen?

Es scheint, als habe die frisch gebackene Prinzessin im vergangenen Jahr nicht ausreichend ihre Hausaufgaben gemacht. Das betrifft vor allem das Fach Kommuikation. "Delphine hat ohne viel Mühe die Herzen vieler Menschen erobert. Ihr wurde zu Recht der Titel Prinzessin verliehen. Aber dann muss sie auch allen Einwohnern des Landes, dessen Prinzessin sie ist, Respekt erweisen", kritisiert der Adelsexperte Pol Van Den Driessche im belgischen Wochenblatt "Dag Allemaal" die Halbschwester von König Philippe, 61. 

"Wenn Delphine die Sympathie der Flamen bewahren will, tut sie gut daran, zumindest die Grundlagen des Niederländischen zu lernen. Es nervt mich, dass sie Interviews nur auf Französisch oder Englisch gibt. Wenn sie das nicht bald nachholt, wird die Sympathie für sie in Flandern in Unverständnis und Empörung umschlagen," entrüstet sich Van Den Driessche.

Hauptsächlich Französisch, doch Flämisch und Deutsch gehören zum guten Ton

In der Königsfamilie ist Französisch die wichtigste Sprache, doch auch Flämisch [Anm. d. Red.: Belgische Form des Niederländischen] und Deutsch zählen zu den offiziellen Landessprachen in Belgien. König Philippe und Königin Mathilde, 48, haben ihre Kinder Prinzessin Elisabeth, 19, Prinz Gabriel, 18, Prinz Emmanuel, 16, und Prinzessin Eléonore, 13, aus diesem Grund auch in niederländischsprachige Schulen geschickt. 

Delphine hingegen sei offenbar zuvor niemals mit Flämisch in Berührung gekommen, wie die Adelsexpertin Kathy Pauwels gegenüber "Dag Allemaal" erklärt – und sich dementsprechend schützend vor die Prinzessin stellt: "Letztes Jahr hat sie dafür um Verständnis gebeten. Wo hätte sie die Sprache lernen sollen? Ihre Mutter ist eine französischsprachige Baronin, sie und Delphine haben lange Zeit in London mit Jim O'Hare gelebt, einem Geschäftsmann aus Texas." Doch auch sie ist der Ansicht, die 53-Jährige müsse sich jetzt noch einmal ins Zeug legen und die Schulbank drücken: "Die flämische Bevölkerung hat Delphine immer unterstützt und es würde Klasse zeigen, wenn sie auf Dauer Niederländisch lernen würde."

(Verwendete Quelle: dagallemaal.be)

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