Prinz Harry wehrt sich mit Anwälten gegen „extrem beleidigende” Behauptung zu Charity

<em>Harrys Organisation Travalyst setzt sich für nachhaltigen Tourismus ein. (Getty Images)</em>
Harrys Organisation Travalyst setzt sich für nachhaltigen Tourismus ein. (Getty Images)

Prinz Harry hat seine Anwälte eingeschaltet, nachdem es zu Anschuldigungen durch eine Kampagnengruppe gekommen ist. Gelder, die von Prinz Williams wohltätiger Organisation an Harrys Charity überführt wurden, sollen nämlich gegen geltende Gesetze verstoßen.

Am Montag schrieb die Anti-Monarchie-Gruppe Republic der Kommission für wohltätige Organisationen. Sie forderte diese dazu auf, zu prüfen, ob die Royal Foundation, die die gemeinnützige Arbeit des Herzogenpaars von Cambridge durchführt, nicht gegen diverse Regulierungen verstoßen habe, als sie Gelder an Sussex Royal und Travalyst überwies.

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Sussex Royal war Harry und Meghans wohltätige Organisation und Travalyst ist Harrys gemeinnützige Organisation für nachhaltiges Reisen.

Sowohl Prinz William als auch Prinz Harry stritten ab, dass irgendwas daran, wie die Gelder zugewiesen wurden, rechtswidrig gewesen sei. Harry ging sogar noch weiter und ist dabei, ein Anwaltsschreiben an Republic aufzusetzen.

Ein Sprecher des Rechtsteams des Herzogen von Sussex sagt: „Dem Herzogen von Sussex lag seine Charity-Arbeit immer am Herzen und das tut sie immer noch. Sie ist der Mittelpunkt seines Lebens und der Kern der Prinzipien, nach denen er lebt. Das kann man an dem Einfluss und dem Erfolg seiner vielen Charity-Projekte in Großbritannien und darüber hinaus sehen.

„Es ist sehr beleidigend von den falschen Anschuldigungen zu hören, die gegen den Herzogen von Sussex und seine gemeinnützige Arbeit erhoben wurden. Es ist sowohl eine Verleumdung als auch eine Beleidung gegenüber den ganzen großartigen Organisationen und Menschen, mit denen er zusammengearbeitet hat.“

„Travalyst (die Organisation wurde im Rahmen von Sussex Royal ins Leben gerufen) ist eine gemeinnützige Organisation, an der der Herzog weder wirtschaftlich noch finanziell verdient. Das ist auch der Fall mit seinen anderen wohltätigen Projekten. Der Herzog hat mit seiner gemeinnützigen Arbeit noch niemals irgendein finanzielles Interesse verfolgt. Sein Interesse war immer klar: Anderen helfen und Dinge zum Besseren zu wenden.“

„Wäre man bei diesen falschen Anschuldigungen entsprechend vorgegangen, hätte dies deutlich gezeigt, dass alles, was mit Sussex Royal, Travalyst oder den karitativen Bemühungen des Herzogs zu tun hat, transparent und ehrlich ist. Gegenteilige Behauptungen sind schlicht und ergreifend falsch und wir behalten uns rechtliche Schritte vor.“

„Der Weg durch die Öffentlichkeit, der hier gegangen wurde, legt nur eine Gier nach Aufmerksamkeit durch die Medien sowie einen gezielten Angriff nahe, was weder richtig noch gerecht ist.“

„Sowohl das Statement der Charity Commision selbst als auch das der Royal Foundation stellt fest, dass hier keine vorsätzlichen Verstöße vorliegen. Alle wohltätigen Aktivitäten des Herzogen sind vollständig transparent und im Einklang mit den Richtlinien der Charity Commission sowie seinem eigenen Gewissen.“

<em>Die Royal Foundation hat zuvor die Herzogenpaare von Sussex und von Cambridge repräsentiert. (PA Images)</em>
Die Royal Foundation hat zuvor die Herzogenpaare von Sussex und von Cambridge repräsentiert. (PA Images)

Graham Smith, Geschäftsführer von Republic, hatte Folgendes an die Charity Commision geschrieben: „Die Royal Foundation hat £145.000 (ca. 160.500 Euro) an Sussex Royal und £144.901 (ca. 160.463 Euro) an eine nicht wohltätige Organisation (Travalyst) gezahlt.“

„In beiden Fällen scheint der einzige Grund die persönliche Beziehung zwischen den beiden Schirmherren, dem Herzogen von Sussex und dem Herzogen von Cambridge, zu sein.“

Er fordert, dass sowohl die Royal Foundation, die weiterhin die Arbeit des Herzogenpaares von Cambridge fortsetzt, als auch die mittlerweile aufgelöste Sussex Royal wegen „Interessenkonflikten, unangemessener Verwendung von Geldern und Mangel an Unabhängigkeit“ untersucht werden. Sussex Royal war die gemeinnützige Organisation des Herzogenpaares von Sussex.

<em>Williams Royal Foundation streitet ab, dass mit den Geldern, die an Harrys Projekte überführt wurden, gegen Gesetze verstoßen wurde. (Getty Images)</em>
Williams Royal Foundation streitet ab, dass mit den Geldern, die an Harrys Projekte überführt wurden, gegen Gesetze verstoßen wurde. (Getty Images)

Am Montag sagte ein Sprecher der Charity Commision: „Wir haben wegen dieser Angelegenheit eine Beschwerde erhalten. Wie mit allen Beschwerden, die uns vorgelegt werden, werden wir die uns vorliegenden Informationen eingehend prüfen, um zu bestimmen, ob die Kommission hier eingreifen muss oder nicht. Wir haben bisher keine Verstöße feststellen können.“

Ein Sprecher der Royal Foundation sagte: „Die Gelder, die an Sussex Royal gezahlt wurden, dienten dazu, die wohltätige Arbeit des Herzogen und der Herzogin von Sussex zu unterstützen. Dies war vollständig im Einklang mit den Vorgaben der Regierung und wurde transparent gemeldet.“

Sussex Royal befindet sich mittlerweile in der Abwicklung und Harry und Meghan haben zugestimmt, den Begriff Royal nicht mehr zu verwenden, seitdem sie ihre Ämter als Berufs-Royals niedergelegt hatten.

Das Paar bereitet gerade die Eröffnung ihrer Charity Archewell vor, die für 2021 vorgesehen ist. Sie führen derzeit Gespräche mit den Leitern diverser Gemeinden, während sie die Rolle der Organisation im Detail ausarbeiten.

Rebecca Taylor

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