Prinz Harry: "Erst seit Meghan weiß ich, was Rassismus bedeutet"

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Seit Prinz Harry mit Herzogin Meghan zusammen ist, hat er erfahren, was es heißt, mit Rassismus und Ausgrenzung konfrontiert zu werden. Es sind ehrliche Worte, die der Royal in einem Interview mit dem Aktivisten Patrick Hutchinson für das GQ-Magazin findet ...

  Prinz Harry
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Wie ist es, mit Rassismus und Ausgrenzung konfrontiert zu werden? Seit seinem Umzug in die USA und der Lossagung von der Royal Family erhebt Prinz Harry, 36, immer wieder seine Stimme, um auf Themen wie diese Aufmerksam zu machen. Mittlerweile eine echte Herzensangelegenheit für den Royal, denn erst durch seine Frau Herzogin Meghan, 39, hat er erfahren, was Rassismus wirklich bedeutet.

Prinz Harry war nicht auf Rassismus vorbereitet

In einem Interview mit dem Black-Lives-Matter-Aktivisten Patrick Hutchinson für das GQ-Magazin gesteht Prinz Harry jetzt, dass er vor seiner Beziehung mit der ehemaligen Schauspielerin keine Vorstellung davon hatte, was es heißt, rassistisch beleidigt und angegangen zu werden. Seine "Erziehung und Bildung" habe ihn keineswegs darauf vorbereitet, sagt der 36-Jährige.

Ich hatte keine Ahnung, was unbewusste Voreingenommenheit ist. Selbst die Bildung und die Erziehung, die ich genossen habe, haben mir nicht vermittelt, was das ist. Ich hatte keine Ahnung, dass es existiert. Ich habe trauriger Weise viele Jahre gebraucht, um es zu lernen. Besonders klar wurde es mir dann, als ich mich in Meghans Lage hineinversetzte.

Harry ruft zu Aktivismus auf

Mittlerweile gäbe es keine Ausrede mehr, sich nicht mit dem Thema zu befassen, sagt Harry. Spätestens seit der Black-Lives-Matter-Debatte sei jeder dazu aufgerufen, sich damit auseinanderzusetzen und etwas dagegen zu tun. "Sobald man sich dessen bewusst ist oder sich ein wenig unwohl fühlt, dann liegt es an einem selbst, hinauszugehen und sich zu informieren, denn Unwissenheit ist keine Entschuldigung mehr", ruft Harry auf. Bei ihm selbst habe es zwar einige Jahre gedauert und erst durch das Zusammenleben mit seiner Frau habe er es wirklich verstanden, mittlerweile setze er sich aber offen gegen Rassismus ein. Interior: Sieht so das neue Zuhause von Meghan und Harry in Malibu aus?#

Es ist nicht das erste Mal, dass Prinz Harry das Thema auf die Agenda bringt. Erst Anfang Oktober hatte der 36-Jährige in einem virtuellen Zoom-Interview mit dem "Evening Standard" offenbart, dass er erst durch die Heirat mit Herzogin Meghan die fortwährenden Probleme in Bezug auf Rassismus erst richtig begriffen habe. Damals sagte er: "Mir waren die Probleme nicht klar, die wir in Großbritannien und der Welt haben. Ich dachte, ich wüsste es, aber so war es nicht." Der Royal verdeutlichte seine Intention an einem konkretes Beispiel aus dem Alltag: "Wenn du mit deinem Kind eine Puppe kaufen willst, denkst du da überhaupt darüber nach, dass es keine Puppe anderer Ethnie gibt?"

Es ist sicherlich nicht das letzte Mal, dass Prinz Harry auf das Thema aufmerksam macht - spätestens seit er jetzt quasi am eigenen Leib erfahren muss, was es heißt, mit Rassismus und Voreingenommenheit konfrontiert zu sein.

Verwendete Quelle: GQ, Daily Mail, Evening Standard