Prinz Charles drohen Konsequenzen nach Mitarbeiter-Skandal

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Der Bestechungsskandal um seinen langjährigen Mitarbeiter Michael Fawcett könnte Prinz Charles offenbar in Bedrängnis bringen. Bei der britischen Polizei sind inzwischen Beschwerden gegen den Thronfolger und seinen ehemaligen Assistenten eingegangen, die eine Untersuchung nach sich ziehen könnten.

Michael Fawcett gemeinsam mit Herzogin Camilla und Prinz Charles im November 2018.
Michael Fawcett gemeinsam mit Herzogin Camilla und Prinz Charles im November 2018.

Das Vertrauensverhältnis ist erschüttert, und der Ärger schon da. Kurz nach Bekanntwerden des mutmaßlichen Bestechungsskandals im Umfeld von Prinz Charles, 72, ließ dieser durch einen Sprecher verlauten, dass er diesbezüglich vollständig im Dunkeln tappe. "Der Prinz von Wales hat keine Kenntnis von dem angeblichen Angebot von Ehrungen oder der britischen Staatsbürgerschaft auf der Grundlage einer Spende an seine Wohltätigkeitsorganisationen und unterstützt die derzeit von der 'Prince’s Foundation' laufende Untersuchung voll und ganz," hieß es aus dem Clarence House, nachdem seinem langjährigen engsten Mitarbeiter Michael Fawcett vorgeworfen worden war, sich habe bestechen zu lassen.

Prinz Charles: Skandal könnte ihn in die Bredouille bringen

Fawcett soll in seiner Funktion als Geschäftsführer der "Prince's Foundation" mindestens 1,5 Millionen Pfund (1,7 Millionen Euro) für Projekte der "Prince's Foundation" von Mahfouz Marei Mubarak bin Mahfouz entgegengenommen und dem saudischen Geschäftsmann im Gegenzug den Ritterschlag und die britische Staatsbürgerschaft versprochen haben, wie "The Sunday Times" und "Mail on Sunday" berichteten.

Inzwischen hat der Beschuldigte seine Tätigkeit in der Stiftung vorläufig niedergelegt und ließ durch den Vorsitzenden der Foundation, Douglas Connell, mitteilen, er werde "die laufenden Ermittlungen voll und ganz" unterstützen. 

Doch das Kind scheint bereits in den Brunnen gefallen, denn plötzlich wird auch der angeblich ahnungslose Prinz Charles in den Skandal verwickelt. Der Sohn von Queen Elizabeth, 95, kann dem schwerwiegenden Dilemma offenbar nicht entfliehen. Ein Sprecher der britischen Metropolitan Police bestätigte nun gegenüber "Harper's BAZAAR", dass mindestens zwei Beschwerden bearbeitet wurden. In beiden Fällen fordert man angeblich eine Untersuchung, ob der Prinz von Wales oder Fawcett gegen den britischen Honors Act verstoßen haben. Dabei handelt es sich um ein Gesetz des Vereinigten Königreiches, welches den Verkauf von Adelswürden unter Strafe stellt. Es wurde am 7. August 1925 verabschiedet.

Wie viele Krisen erträgt das Königshaus?

Eine Entwicklung, die Prinz Charles, aber auch der krisengeschüttelten Königsfamilie gar nicht gefallen dürfte. Nach Prinz Andrews, 61, mutmaßlicher Verwicklung in den Epstein-Skandal und einer aktuell daraus resultierenden Zivilklage gegen den zweitältesten Sohn der Königin in den USA, dürfte der äußerst prekäre Fall um den Thronfolger nun der entscheidende Tropfen sein, der sowohl für die Monarchin als auch die Briten das Fass zum Überlaufen bringen könnte.

Verwendete Quellen: thetimes.co.uk, dailymail.co.uk, harpersbazaar.com

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