Prinz Charles: Prinz Charles, Vorbild in Sachen nachhaltiger Mode?

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Prinz Charles setzt sich schon seit einiger Zeit für das Thema Nachhaltigkeit ein. In der britischen "Vogue" spricht er jetzt über seine Abneigung gegen "Fast Fashion" und wie er versucht, mit seinem Förderprogramm für junge Studenten, einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.

  Prinz Charles
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Einen Anzug tragen, der 30 Jahre alt ist oder in Schuhe schlüpfen, die bereits seit 50 Jahren existieren - für Prinz Charles, 71, stellt das kein Problem dar. Der zukünftige Thronfolger legt viel Wert auf einen bewussten und vor allem auch nachhaltigen Konsum. Selbst zur Hochzeit von Herzogin Meghan, 39, und seinem Sohn Prinz Harry, 36, am 19. Mai 2018 erschien Charles in einem Anzug, den er 1984 gekauft hat.

Für Prinz Charles ist das Thema Nachhaltigkeit ein essenzieller Bestandteil seines Lebens und Anlass genug eines Interviews für die November-Ausgabe der britischen Vogue. Zugegeben: Eigentlich sind es ja doch eher seine Schwiegertöchter Herzogin Catherine und Herzogin Meghan, die das Fashion-Bild der aktuellen Zeit prägen, doch auch Charles beweist mit seiner Garderobe Stil und Klasse. Und mit seiner Einstellung zum nachhaltigen Konsum Vorbildcharakter.

Prinz Charles: "Ich hasse es, irgendetwas wegzuwerfen"

"Ich bin so ein Mensch, der es hasst, irgendetwas wegzuwerfen," sagt er gegenüber der britischen Vogue. "Als ich noch ein Kind war, haben wir unsere Schuhe immer zu einem Schuster in Schottland gebracht", erzählt der 71-Jährige weiter. Die Handarbeit hinter einem Paar Schuhe habe ihn schon als kleiner Junge fasziniert. Der Style der Windsor-Ladys

Prinz Charles unterstützt Modestudenten

Handarbeit sei etwas, in die Charles bis heute noch Potenzial siehe: "Ich habe den Eindruck, dass es für lokale Unternehmen gerade jetzt große Chancen im nachhaltigen Modesektor gibt, vor allem, wenn es um Reparatur, Wartung und Wiederverwendung geht", heißt es in dem Interview. Doch als Kunde müsse man dem auch eine Chance geben. Denn man habe als Endkonsument selbst die Möglichkeit, ein Zeichen gegen die Wegwerfkultur und Fast-Fashion zu setzen, sagt der Prinz von Wals gegenüber der Vogue.

Ein Trend, dem glücklicherweise immer mehr Menschen nacheifern, vor allem die junge Generation. Und genau die gilt es anzusprechen: Zusammen mit seiner Stiftung hat Prinz Charles das Programm "The Modern Artisan" (zu Deutsch: der moderne Kunsthandwerker) auf den Weg gebracht, um das junge Handwerk zu fördern und zu unterstützen. Am 12. November erscheint bereits eine erste nachhaltige Kollektion des Programms.

Prinz Charles: Das Foto für die Vogue entstand auf seinem Landsitz Highgrove House

Für das zum Interview gehörende Foto der November-Ausgabe der Vogue ließ sich der Vater von Prinz William und Prinz Harry in einem Leinenjackett ablichten, das vor 30 Jahren für ihn angefertigt wurde. Aufgenommen wurde das Bild von Nick Knight im Garten seines Landsitzes Highgrove House im Herzogtum Cornwall. Ein stilvolles Bild, das wir uns gerne ansehen. Prinz Charles sieht sich allerdings eher nicht als Vorbild in Sachen Fashion, vergleicht sein Stilgefühl mit einer kaputten Uhr: "Ich dachte immer, ich sei wie eine kaputte Uhr - zwei Mal in 24 Stunden liege ich richtig", sagt er in dem Interview. Wir brauchen für Charles Stil keine Uhr, denn seine Garderobe ist zeitlos und seine Einstellung zum Konsum nachahmenswert.

Verwendete Quellen: Vogue, T-Online, Die Presse