Prinz Charles appelliert im Kampf gegen den Klimawandel an Davos-Teilnehmer

Prinz Charles (r.) und Greta Thunberg

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat eindringlich an die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos appelliert, mehr im Kampf gegen den Klimawandel zu tun. Aller Reichtum dieser Welt nütze nichts, "wenn man damit nichts tun kann, außer zuzusehen, wie sie unter katastrophalen Bedingungen verbrennt", sagte Charles am Mittwoch bei einer Rede im Schweizer Skiort. Danach traf er die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Prinz Charles bat die Davos-Teilnehmer in seiner Rede "um Ihre Hilfe, Ihren Einfallsreichtum und Ihre praktischen Fähigkeiten, um sicherzustellen, dass der Privatsektor uns aus der nahenden Katastrophe herausführt, in die wir uns selbst hineinmanövriert haben". Die einzige Grenze sei "unsere Bereitschaft zu handeln, und die Zeit zum Handeln ist jetzt gekommen", fügte er hinzu.

Damit drängte er die Davos-Teilnehmer genauso wie Thunberg, endlich im Kampf gegen den Klimawandel zu handeln. Die 17-Jährige hatte am Vortag gesagt, dass bislang "nichts getan" worden sei und "unser Haus" immer noch brenne.

Charles, der älteste Sohn von Königin Elizabeth II., setzt sich seit langem für den Umweltschutz ein. In Davos stellte er eine neue "Initiative für nachhaltige Märkte" vor, die den Privatsektor ermutigen soll, auf nachhaltigeres Wachstum zu setzen. Vor das Tagungsgebäude ließ sich Charles ganz royal in einem Januar - allerdings mit Elektroantrieb - fahren.