Primera Division: FC Barcelona schließt sich Generalstreik gegen Polizeigewalt an

Der FC Barcelona schließt sich dem Generalstreik gegen die Polizeigewalt beim katalanischen Unabhängigkeitsreferendum am vergangenen Sonntag an. "Kein Profiteam und auch keine Jugendmannschaften werden morgen trainieren", vermeldete Barca am Montag. Der Verein bleibe am Dienstag komplett geschlossen.

Der FC Barcelona schließt sich dem Generalstreik gegen die Polizeigewalt beim katalanischen Unabhängigkeitsreferendum am vergangenen Sonntag an. "Kein Profiteam und auch keine Jugendmannschaften werden morgen trainieren", vermeldete Barca am Montag. Der Verein bleibe am Dienstag komplett geschlossen.

Bei dem von der spanischen Zentralregierung in Madrid als illegal eingestuften Referendum zur Unabhängigkeit der Region Katalonien war es am Sonntag zu polizeilicher Gewalt gekommen, als spanische Gesetzeshüter Wähler am Zugang zu den Wahllokalen hinderten und Stimmzettel beschlagnahmten. Bei den Ausschreitungen wurden 844 Menschen verletzt.

Darüber hinaus sind aus Protest gegen die Entscheidung von Klubchef Josep Maria Bartomeu, das Ligaspiel am vergangenen Sonntag gegen Union Las Palmas (3:0) durchführen zu lassen, zwei Vorstandsmitglieder zurückgetreten. "Der Vorstand hat die Rücktritte von Vizepräsident Carles Vilarrubi und Jordi Mones akzeptiert", teilte Bartomeu am Montagabend nach einer Sondersitzung der Klubleitung mit.

Liga wollte Partie nicht verlegen

Bartomeu hatte sich vor dem Hintergrund des als illegal eingestuften Referendums zur Unabhängigkeit der Region Katalonien dazu durchgerungen, die Begegnung gegen Las Palmas auf Druck der Liga durchzuführen zu lassen. Das Spiel fand vor leeren Rängen im Stadion Camp Nou statt.

Die aus dem Vorstand ausgeschiedenen Vilarrubi und Mones hatten sich dafür ausgesprochen, das Spiel nicht auszutragen. Barcelona wollte die Begegnung ursprünglich verschieben, dies war von der Liga nicht akzeptiert worden.

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