Priceline nach überragenden Zahlen zurück auf Allzeithoch

Benedikt Kaufmann
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Die Jahresendrallye startet – die trendstärksten Aktien geben den Takt vor

Nachdem die Aktie von Priceline in den letzten Monaten deutlich unter Druck war, gelingt nun der Ausbruch. Unter dem neuen Namen Booking Holdings hat der Konzern starke Quartalszahlen veröffentlicht. Die Aktie springt knapp zehn Prozent auf ein neues Allzeithoch.

Bombenstarkes Quartal

Der Umsatz im vierten Quartal stieg um 22 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde jedoch durch einen Steuereffekt von rund 1,3 Milliarden Dollar belastet – am Ende stand ein Nettoverlust von 555 Millionen Dollar zu Buche. Der um den Einmaleffekt bereinigte Nettoertrag liegt dagegen bei 792 Millionen Dollar – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 18 Prozent.

Mit diesem Ergebnis übertrifft Booking die Schätzungen der Analysten deutlich. Die Experten erwarteten einen bereinigten Nettoertrag von 701 Millionen Dollar bei Umsätzen von 2,7 Milliarden Dollar.

Keine Angst vor Wettbewerb

Doch nicht nur durch das gute Ergebnis wurde das Vertrauen der Anleger in die Aktie wieder gestärkt. Vorstand Glenn Fogel zeigte sich zudem kämpferisch und überzeugt, dass Booking sich auch im Angesicht von Airbnb durchsetzen kann. Dafür setzt der Konzern nicht nur auf die klassischen Geschäftsfelder Flug- und Hotelbuchungen, sondern verstärkt das Angebot um private Unterkünfte. Im vierten Quartal erhöhte sich die Zahl der Nicht-Hotel-Angebote auf Booking.com um 53 Prozent.

Ausblick stimmt positiv

Laut Unternehmensführung liegt der Fokus im laufenden Jahr auf der Expansion von Booking.com und der Investitionen in eine einheitliche und effektive Bezahl-Plattform. Zeitgleich testet Booking.com die Möglichkeit Sightseeing-Touren oder Museumsbesuche direkt über die Plattform anzubieten. Daneben befindet sich die Integration der Zukäufe von KAYAK und Momondo noch in den Kinderschuhen und soll 2018 weiter vorangetrieben werden.

Der Konzern arbeitet damit auf breiter Front und wird im laufenden Jahr entsprechend höhere Investitionsausgaben haben. Im ersten Quartal erwartet die Unternehmensführung jedoch ein Wachstum von 17,5 bis 21,5 Prozent. Bei den Gewinnen je Aktie äußert sich das Unternehmen konservativ mit 9,05 bis 9,45 Dollar, da noch nicht genau absehbar sei, wie sich die Steuerreform niederschlägt.

Gewinne laufen lassen

Nach Ansicht des AKTIONÄR überzeugt nicht nur das bombenstarke Quartal sondern auch der Ausblick. Booking bleibt auf Wachstumskurs und sichert die Zukunft durch zusätzliche Investitionen. Der OTA-Markt bleibt ebenfalls attraktiv. DER AKTIONÄR empfiehlt die Gewinne laufen zu lassen.